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Mit Licht und Farben den Winter-Blues bekämpfen

Artikel von Gabrielle Buresch-Teichmann

 

Wer kennt das nicht: Die Tage werden kürzer, die Sonne blinzelt immer seltener hinter den Wolken hervor und generell denkt man automatisch an die Farben Grau, wenn man aus dem Fenster schaut. Wer sich gegen eine handfeste Winterdespression wappnen und auch noch sein Immunsystem stärken will, der sollte sich etwas Farbe ins Leben holen. In Kombination mit Licht kann das sogar therapeutische Wirkung haben.

Der Winter ist hierzulande lang und oft sehnen wir uns schon Monate vor dem Frühling nach grünen Trieben, blauem Himmel und gelber Sonne. Die Lichttherapie kann Abhilfe gegen den fiesen Winterblues schaffen. Licht und Farbe haben sowohl auf den Körper wie auch auf den Geist eine intensive Wirkung. Bewusst oder unbewusst reagieren wir physisch, mental und emotional auf Farben. Auf diese Basis stützt sich die Lichttherapie. Sie ist eine der ältesten überlieferten Heilmethoden. Noch bevor komplexes medizinisches Wissen entstand, legten die Menschen ihre Kranken in die Sonne. Kombiniert mit Farben können so beachtliche Erfolge bei unterschiedlichsten Beschwerden erzielt werden.

Die Wirkung der Farben auf den menschlichen Organismus ist mittlerweile sogar wissenschaftlich erwiesen. Studien zeigten, dass die Farbe Blau beim Betrachter die Muskelkraft stärken kann. Rote Autos werden beim Vorbeifahren als lauter empfunden. Das sogenannte Baker-Miller-Rosa wird in US-Gefängnissen als Wandfarbe genützt, um Häftlingen die Aggression zu nehmen.

„Farb- Licht- Abende“ für Körper und Seele

Im Winter fehlt unseren Augen das Licht und die Farbe, der Mangel macht uns müde, unglücklich und krank. Stehen wir zusätzlich unter Stress, wirkt sich dieser noch fataler auf unsere Psyche aus. Die Wiener Therapeutin Gabrielle M. Buresch-Teichmann bietet deshalb in den Wintermonaten in ihrem "Zentrum Farbe Licht" eine spezielle vom US-Augenarzt Jacob Liberman entwickelte Lichttherapie gegen den Winterblues an. An speziellen "Farb-Licht-Abenden" wird die Wirkung der Farben in Kombination mit Licht genutzt, um körperlichen und emotionalen Stress abzubauen.

Bei einer Sitzung wird in einem dunklen Raum in ein Farblichtgerät geschaut, das nacheinander zwanzig verschieden Farben einspielt. Je nach Gefühlslage reagiert jeder anders auf die Farben. "Es kommt vor, dass jemand eine Farbe gar nicht sieht. Oder nicht mag", erklärt die Therapeutin. Liberman hatte Farblicht ursprünglich nur zur Heilung von Augenkrankheiten angewandt und dabei entdeckt, dass sich bei seinen Patienten weitere positive Nebeneffekte im Laufe der Behandlung einstellten: Sie empfanden mehr Freude und Gelassenheit, ihre Lebensenergie stieg, ja sogar das Immunsystem wurde durch das Schauen in farbiges Licht angekurbelt.

Farblicht entspannt und aktiviert

Das Betrachten der Farblichter hat sowohl entspannende als auch aktivierende Wirkung, wie Buresch-Teichmann erklärt: "Die Lichttherapie stärkt die Immunkraft, weil die interzelluläre Kommunikation, die über Licht passiert, aktiviert wird und dadurch auch der gesamte Organismus wird aktiviert. Das hat zur Folge, dass man im Winter nicht krank." Winterdepressionen, die durch einen Mangel an Tageslicht und eine übermäßige Produktion des Schlaf-Hormons Melatonin entstehen können, lassen sich mittels Lichttherapie abfangen.

Man fühlt sich energiegeladener, braucht weniger Schlaf und Wahrnehmung und Konzentrationsfähigkeit werden gefördert. Auch der Sehapparat wird durch die Farblichttherapie gestärkt. Übrigens gibt es keine Altersbegrenzung, auch für Kinder bietet Buresch-Teichmann ein individuelles Programm in Einzelsitzung an. Besonders Lern- und Konzentrationsschwächen können so erfolgreich bekämpft werden.

Gabrielle Buresch-Teichmann arbeitet mit modernster Technologie. Neben einer mit zahlreichen Designerpreisen ausgezeichneten Klangliege, die Farbe und Licht mit Musik kombiniert, steht der Mono Chrome Color Dome (Bild) in ihrem "Zentum Farbe Licht". Das Licht, welches in diesem an einen Astronautenhelm erinnernden Gerät einsetzt wird, hat die Reinheit eines Regenbogens. Zehn Minuten Bestrahlung mit diesem monochromatischen Superlicht einmal im Monat oder alle drei Wochen genügen, um nachhaltige Wirkungen zu erreichen.

Farbtherapie auch für zu Hause

Natürlich kennt Buresch-Teichmann, die bereits vor zwanzig Jahren als eine der ersten in Österreich als Farbberaterin gearbeitet hat, auch bunte Waffen gegen den Winter-Blues, die jeder täglich auch zu Hause oder im Büro anwenden kann:

Orange, Gelb, Rot

Farben geben Energie. Ob als Wandfarbe, Kleiderfarbe, auf einem Bild oder auf einem Schreibtischutensil. Wir können Farben überall für uns nutzbar machen. Die Farbexpertin rät, gerade im Winter Orange- , Rot-oder Gelbtönen zu tragen und sich bunte Fabkleckse in die Wohnung und ins Büro zu holen.

Orange: „Orange ist die antidepressive Farbe schlechthin. Sie bringt Freude, Aktivität, Genuss, Vergnügen und regt sanft die Durchblutung an.“

Gelb: „Hat mit Leichtigkeit und Loslassen zu tun und fördert die Konzentration. Eine gelbe Schreibunterlage ist perfekt für Schulkinder.“

Rot: „Gibt Kraft, Energie und Vitalität. Doch Vorsicht: Es kann auch provozieren, weil es die Emotionen in Wallung bringt. Ist der Betrachter gerade aggressiv, kann ihn die Farbe Rot provozieren. Findet der Betrachter uns sympathisch, könnte er sich sogar in uns verlieben“, warnt Buresch- Teichmann schmunzelnd. Denn: „Rot mobilisiert die Gefühle.“

Grün, Türkis, Blau

Nicht nur Orange, Rot und Gelb, das sind die drei Farben der Energie und Wärme, tragen im Winter zu unserem Wohlbefinden bei, auch Grün, Türkis und Blau nützen uns:

Grün: „Ist die Farbe der Mitte, des Gleichgewichts und steht für Leben und Wachsen. Deshalb tut sie uns gut. Es ist auch die Farbe der absoluten Stille“, so die Expertin. Sie rät, sich zum Beispiel eine Wand in dieser Farbe zu streichen.

Türkis: „Fördert die Kreativität, die Kommunikation, stärkt die Immunkraft, beruhigt die Nerven und fördert die emotionale Abgrenzung.“

Blau: „Hat ein breites Heilspektrum. Bringt Ruhe und Entspannung, senkt denk Blutdruck, wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend“, so Buresch- Teichmann. Sie empfiehlt diese Farbe besonders fürs Schlafzimmer.

Weitere Informationen zum Thema Farben und Licht finden sich auf der Website von Gabrielle Buresch-Teichmann. "Farb-Licht-Abende" in der Gruppe finden wieder ab 25. November statt, "Farblicht zum Kennenlernen" (1 Lichtanwendung Monocrom Color Dome inklusive kurzer Beratung, 30 Minuten) gibt's um 40 Euro.

http://www.color-buresch.at/


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