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Das Drama der Vaterablehnung

Häufig erlebe ich in  meinen Coachinggesprächen, dass (meist) Frauen zu mir kommen, die den Vater ihrer Kinder massiv ablehnen. Diese Ablehnung verstärkt sich oft auch noch durch deren Eltern (das heißt, durch die Großeltern des Kindes) da sie die Tochter natürlich beschützen wollen. Leider wissen sie nicht, wie negativ sich das langfristig auf das Kind, speziell auf Söhne auswirkt.

 

Das Kind ist immer Teil von Beiden.

 

Wenn man sich näher mit einem Familiensystem beschäftigt, wird einem sehr schnell klar, dass ein Kind immer die Teile beider Eltern in sich vereint. Das ist auch der Grund warum Kinder oft eine „gesunde“ Mischung der Eltern sind. Da sich natürlich auch die Energie der Großeltern und deren Vorfahren noch dazu gesellt, ist nicht selten, dass man Sätze hört wie: „Der wird genau so wie sein Großvater“. Was viele dabei übersehen: Wenn sie z.B. die Vaterseite ablehnen, dann lehnen sie diesen Anteil auch im Kind ab. Nun erlebe ich häufig die Situation, dass betrogene oder verlassene Frauen verständlicherweise eine große Wut und Abneigung gegenüber dem Kindesvater haben, weil sie sich natürlich sehr verletzt und abgewertet fühlen. In der Regel wird diese Ablehnung dann natürlich auch von ihren Eltern noch unterstützt und mitgetragen, was auch allzu verständlich ist, da sie ja das Beste für ihre Tochter wollen. Es erscheint also absolut logisch, dass sie den Kindesvater für sein Verhalten verurteilen.

 

Kinder bzw. Enkelkinder im Spannungsfeld zwischen Ablehnung und Liebe.

 

Wenn Kinder ohne Vater aufwachsen, dann versuchen oft die Mutter oder die Großeltern den fehlenden Anteil zu ersetzen, was aber nur bedingt möglich ist. Auch wenn sie das Bestmögliche für das Kind wollen, haben sie keine Möglichkeit, die fehlende Vaterenergie zu ersetzen. Sehr dramatisch wirkt sich das natürlich dann aus, wenn noch dazu dieser Vateranteil abgelehnt oder verdrängt wird. Das Kind bzw. Enkelkind lebt dann dauernd in der Spannung zwischen der Liebe zu der Mutter und den Großeltern und der Ablehnung zu seinem Vater.

 

Erwachsene leiden besonders unter einem negativen Vaterbild.

 

Wenn Männer oder Frauen zu mir kommen, die mit ihrem Vater keine Verbindung haben bzw. deren Vater von der eigenen Mutter oder von den Großeltern sehr stark abgelehnt wurden, berichten diese oft über tiefe Ohnmachtsgefühle und fühlen sich klein und wertlos. Häufig erlebe ich auch, dass sie mir mitteilen, dass sie sich nichts zutrauen und dauernd das Gefühl haben, dass alle anderen es besser machen als sie. Warum ist das so? In meiner Wahrnehmung stelle ich fest, dass ihnen die für das Erwachsenwerden notwendige Vaterkraft in vielen Bereichen fehlt. Und wenn dies dann noch durch die Ablehnung des Vaters durch die Mutter oder die Großeltern verstärkt wurde, dann wirkt sich das in einem richtiggehenden Selbstwertbruch aus. Das bedeutet, dass solche erwachsene Frauen und Männer oft das ganze Leben lang auf der Suche nach dem Aufbau ihres Selbstvertrauens und Selbstwertes sind und mühsame Arbeit leisten müssen, diesen ablehnenden Vateranteil in sich selbst nachzunähren. Dies kann natürlich nur dann gelingen, wenn sie sich mit ihrem leiblichen Vater versöhnen.

 

Versöhnung mit dem Vater ist auf allen Ebenen wichtig.

 

Beinahe jeder Erwachsene, egal ob Frau oder Mann, begibt sich irgendwann auf die Suche nach seiner Identität und natürlich auch nach dem (abgelehnten) Vater. Es ist dann oft sehr mühsam und langwierig, mit Verzeihungs- und Versöhnungsritualen die (unbewussten) belastenden Verhaltensweisen der Mutter oder Großeltern sichtbar und dadurch lösbar zu machen. Viel hilfreicher wäre es, wenn bereits im Kleinkindalter die Mutter bzw. die Großeltern Versöhnungsarbeit leisten und dem Kind das Gefühl geben, dass es zwar schade ist und sie traurig sind, dass der leibliche Vater seine Verantwortung nicht übernimmt, aber trotzdem ein Mensch dahintersteht, der dem Kind das Leben gegeben hat. Und wenn es nur dieses Geschenk war, bei der Zeugung dem Kind die Möglichkeit zu geben, geboren zu werden. Alleine das erlebe ich bei meinen Klienten oft als tiefen Befreiungsschlag und Beginn einer (neuen) Liebe und Zuneigung zum Vater, die sie sich so sehr ein ganzes Leben lang gewünscht hätten.

 

Vaterablehnung führt oft zu Suchtverhalten

 

Kinder, speziell Söhne, die in Folge dann den eigenen Vater auch ablehnen und damit auch den inneren „väterlichen“ Anteil, neigen sehr oft zu Süchten wie Alkohol und, Drogen. Für Söhne ist diese Tendenz sehr stark ausgeprägt und erst mit Erlaubnis der Mutter wagen sie oft den ersten Schritt zur Versöhnung. Man kann das zum Beispiel bei Familienaufstellungen sehr gut beobachten. Es ist als also wichtig, dass die Mutter den ersten Schritt setzt, erst dann kann der Sohn wirklich einen guten Weg zum Vater finden.

 

Wer seine Eltern ablehnt, lehnt sich selber ab

 

Häufig habe ich Klienten, die sich maßlos über ihre Eltern beschweren und diese massiv anklagen. Wenn sie wissen würden, wie sehr sie sich dabei selber schädigen, dann würden sich viele anders verhalten. Wenn nun ein Kind, egal ob klein oder schon erwachsen, einen Elternteil ablehnt, dann lehnt es einen Teil von sich selber ab und wie sollte sich dieses Kind dann „rund“ fühlen?

 

Wut und Trauer sind in Ordnung.

 

Es ist für mich absolut normal, dass Frauen sich verletzt fühlen, wenn der Kindesvater seiner Verantwortung nicht gerecht wird. Es braucht aber nach einer Phase der Wut und der Trauer die Phase der Versöhnung. Wenn dies nicht gelingt, dann leiden alle ein Leben lang, die Mutter, der Vater, die Kinder und die Großeltern. Häufig erlebe ich dann, dass diese ablehnenden Verhaltensweisen von den Kindern wieder an die nächste Generation weiter gegeben werden. Somit kann ich allen Betroffenen nur

dringend empfehlen, den Weg der Versöhnung zu gehen, um die Spirale der Ablehnung und negativen Energie nicht an die Enkel und Urenkel zu übertragen.

 

Wie kann Vergebung und Verzeihung gelingen?

 

Es gibt viele Institutionen, die sich mit Familienkonflikten auseinandersetzen. Egal ob dies im Einzelcoaching oder bei einer Familienaufstellung geschieht, alle diese Begleitungen zielen darauf ab, Verletzungen und Ablehnungen im Familiensystem zu heilen und dadurch den Frieden für die gesamte Familie wieder herzustellen. Wesentlicher Bestandteil dabei ist, ausgeschlossene Personen, die aber ins System gehören (z.B. der ausgeschlossene Vater), wieder zurückzuholen und ihnen den nötigen Platz im Herzen zu geben. Dies können zum Beispiel Sätze sein wie: „ Weißt Du, es ist schade, dass Papa nicht da ist, aber ich bin mir sicher, dass er ein ganz wertvolle Mensch ist“ oder „ schau Dein Papa hat dich sicher lieb, aber er weiß einfach nicht, wie sehr Du ihm fehlst“. Solche Sätze erreichen ihre Wirkung aber nur dann, wenn es gelingt diese auch zu verinnerlichen.

 

Kein Mensch wird böse geboren!

 

Wenn das Verhalten eines Elternteils noch so unverständlich und verletzend ist, dann sollte man sich immer daran erinnern, dass kein Mensch „böse“ geboren wird, sondern viele Umstände in dessen Familiensystem zu dem „unmöglichen“ Verhalten geführt hat. Das sollte man nie aus den Augen verlieren und dann ist es einfacher den anderen so anzunehmen, wie er ist. Das bedeutet natürlich nicht, auf der Sachebene das Verhalten mit Aussagen wie: „der kann halt nicht anders“ zu entschuldigen. Es ist aber ein großer Unterschied, ob man die ganze Person ablehnt oder nur dessen Verhalten und im Hintergrund der Mensch in der Wertschätzung bleibt.

 

 

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