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Ohne Körper keine Lust

Helena Krivan über die tantrische Sichtweise des Körperlichen


Stell dir vor

…du sitzt sagen wir mal an einem Bach und hast nicht wahnsinnig viel an. Die Sonne scheint, der Bach gurgelt, eine Idylle, wie sich’s gehört… Ok? Hast du? Gut.

Und jetzt nimm mal deinen Körper weg.
Einfach so - weg. Kein Körper mehr da.
Was bleibt übrig von der Idylle?
Keine Haut mehr da, um die wärmenden
Sonnenstrahlen zu genießen.
Keine Haare, durch die die Brise streichen kann.
Keine Augen, die sich dem faszinierenden
Wellenspiel hingeben.
Keine Ohren, die das Gurgeln und Zwitschern und Plätschern und Lachen undsoweiter vernehmen.
Keine Zehen, die mit den Kieselsteinchen am Grund spielen.
Keine Waden, die von der strömenden Kühle des Wasserlaufs umspült werden.
Kein Herz, das höher schlägt, weil da drüben der Liebste auftaucht.
Kein Atemzug, der die Düfte der Welt zu dir hereinholt.
Keine Finger, die Gras zupfen und Marienkäfer fliegen lassen.
Keine Zunge, auf der du dein Vanilleeis zergehen lassen kannst.
Nichts.
Kein Körper.
Wo kein Körper, da kein Empfinden.
Wo kein Empfinden, da kein Genießen und keine Lust – ganz einfach!

Ganz gleich

… was man dir über höhere Geisteszustände und den ultimativen Kick, den das rein geistige Aufgehen im Universum mit sich bringt, vorgeschwärmt hat:

Die Wurzel für höhere Zustände ist hier auf der Erde, in unserem Körper - in diesem ganz normalen, weiß Gott nicht Modelmäßigen, mit Macken behafteten und sich für Vernachlässigung gerne rächenden Körper.

Erst wenn wir ihn wieder entdecken und seine Geschenke auspacken, statt ihn zu verdammen und als schmutzig, unschön, von Höherem ablenkend usw. unter den Teppich räumen, können wir uns wieder dem sinnvoll-sinnlichen Genießen zuwenden, welches uns ebendieser Körper beschert. Und genau dieses Genießen öffnet - laut Jahrtausende alter Tradition der linkshändigen Tantra- Schulen (du siehst, selbst auf diesen Ebenen scheiden sich die Geister über die Heiligkeit oder Wertlosigkeit des Körpers) - die Tür zu mehr Energie im Körper.

Je mehr Energie aber, desto mehr Erkenntnisfähigkeit. Am Ende steht das Große Lachen; manche nennen es Erleuchtung.


Leider

… steht zwischen uns und dem lustvollen Großen Lachen, wüst durcheinandergewürfelt, ein Haufen Hindernisse, die da zum Beispiel heißen:

„Nichts spüren“ - Viele von uns spüren tatsächlich nichts oder nur wenig. Wenn sie sich die Hand aufs Knie legen oder ihren Unterarm berühren, sagen sie, sie spürten nichts. Von irgendwelchen Lustgefühlen ganz zu schweigen. Manchmal hilft Zwicken, aber durch den Panzer der Konventionen dringt wenig durch. Der Panzer heißt oft…

„Tut-man-nicht“ - und sitzt sehr tief (wurde uns ja auch lange genug eingehämmert). Kaum etwas, was Spaß macht, „tut man“! Vom Daumenlutschen bis zum Barfußlaufen auf der Straße, vom vertrauensvollen Ansprechen zufällig Vorübergehender oder einem begeisterten Ja zum angebotenen Keks, über’s sich selbst Berühren bis zum genießerischen Ausschlecken des Tellers: Tut man alles nicht!

Die „erwachsene“ Variante davon heißt…

„Was werden die Leute denken“ - und so stehen wir trübsinnig unterm Schirm an der Autobushaltestelle (so wie zwanzig andere auch), obwohl uns eigentlich nach „Singin‘ in the rain“ zumute wäre. Man legt sich auch nicht einfach so in die Wiese. Und man lacht auch nicht so laut. Nicht mal das fröhliche Balancieren auf Mäuerchen ist für viele „erlaubt“! Lust und Lebendigkeit werden in Urlaub geschickt und nur hin und wieder kriegen wir eine schüchterne Ansichtskarte von ihnen.

„Nicht gut genug“ - Klingt unglaublich, ist aber leider wahr: Viele halten sich in ihrem derzeitigen Zustand einfach nicht für gut genug, um der spontanen Lebenslust würdig zu sein! Erst wenn ich abgenommen/ Therapie gemacht/ den Streit geschlichtet/ das Studium beendet/ meine Kinder großgezogen/ die Wale gerettet etc… habe, wenn ich dies und das erledigt, dieses geschafft, jenes verhindert habe,… dann, ja dann habe ich mir vielleicht ein bisschen Lust & Freude verdient. Aber nicht vorher.

Seufz.

Leute, das kann’s doch wohl nicht sein - wir sind nicht hier, um uns alles Schöne zu verkneifen, und es gibt am Ende auch keinen Orden für denjenigen, der sein Leben am wenigsten genossen hat!

Was können wir also tun, um uns, unseren Körper, unsere Wahrnehmung und Empfindung der Welt wieder in unser (freundliches!) Bewusstsein zu rücken und so der prickelnden, spontanen, überschäumenden Lebenslust die Rutsche zu legen?

Da gibt es schon eine Methode, die sich auch schon bewährt hat:


Sag dreifach JA!

JA zum Verspieltsein.

Das Leben ist nicht bierernst, obwohl man es uns einreden will. Nütze jede Gelegenheit, um zu spielen und zu lachen: Mit dem Hund im Park, bei der Spaghettischlacht mit den Kindern, beim Prügeln des Polsters, wenn du gerade wütend bist. Trau dich, aus dem Eisbecher mit dem Finger das Letzte herauszuholen. Genieße den sommerwarmen Schlamm zwischen deinen Zehen. Lass dich von Wind und Regen berühren - und von denen, die du liebst.

JA zum Körper.

Denn ohne Körper keine… - genau, das hatten wir schon. Vielleicht findest du ihn zu plump, vielleicht fürchtest du Ablehnung, weil er schwitzt, vielleicht schaut er in deinen Augen echt uncool aus. Macht alles nichts: heiße ihn willkommen (du hast nämlich nur diesen einen) und halte ihn in Bewegung! Je öfter du ihn bewegst (dazu haben wir ihn ja schließlich, sonst wären wir als bloßer Kopf auf die Welt gekommen), desto schöner werden die Bewegungen, desto mehr genießt du seine Kraft und Schmiegsamkeit. Und dein Körper dankt es dir mit immer feiner werdenden Empfindungen, mit immer mehr Körperbewusstsein, Dich-Spüren und einfacheren Übergängen zu innerer Stille oder, je nach Wunsch, auch zu einem energetischen Feuerwerk.

JA zum Risiko.

Das schwarze Loch, in dem die meiste (Lebens)Lust spurlos verschwindet, ist die Routine. Sorge also dafür, dass du jeden Tag etwas machst, was du noch nie gemacht hast! Das kann aber ganz schön schiefgehen, sagst du? Stimmt! Aber ohne Lust (!) zum Risiko bist du wie ein Zirkuspferd, das immer bloß im Kreis läuft. Beklatscht, aber ohne Lebenssaft. Suche das Abenteuer, das Ungewohnte, die Premiere im Alltag – und wenn es „nur“ ein neuer Weg zum Supermarkt oder eine gewagte Krawatte ist! Noch besser ist es natürlich, diesen netten Kollegen endlich auf einen Kaffee einzuladen oder dem Drängeln der Kinder zum Wasserschifahren nachzugeben…

Lass die Beziehung zu deinem Körper zu einer der wichtigsten in deinem Leben werden. Bist du aufmerksam und liebevoll zu ihm, so kann er seine vornehmste Aufgabe erfüllen: Übervolle Quelle deiner Lebenslust zu sein.


Mag. Helena Krivan

Zwilling/Löwin, fasziniert von Menschen in Beziehungen, von Katzen, Seifenblasen und Mangoeis.

Ursprungsberuf Dolmetsch. Heute Tantra-Lehrerin und Persönlichkeitstrainerin, Lebens- und Sexualberaterin, Mitbegründerin des Instituts Namasté und der unabhängigen Beratungsstelle Wien-West. Inspiration aus Tantra, Schamanismus, Körper- und Aufstellungsarbeit.

Kontakt: Institut Namastè
info@tantra.at
http://www.tantra.at

 

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