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Von Dr. Petra Orina Zizenbacher www.zizenbacher.at

Einleitung

Aus der Sicht der Physik besteht unser Körper aus Nichts. Würde man die Materie, die den Körper ausmacht, verdichten, wäre er wahrscheinlich kleiner als die Spitze einer Nähnadel. Die Materie ist quasi aufgeblasenes Nichts. Wenn wir unseren Körper anschauen, kann man sich kaum vorstellen, dass dieses wunderbare Werk eigentlich in erster Linie aus Raum besteht. Dieser Raum, der den Körper ausmacht, ist es, auf den ich mich in diesem Buch beziehen möchte. Wenn man alle Zellen verdichtet, bleibt wie gesagt nur die Menge übrig, die auf einer Stecknadelspitze Platz hat.

Ich möchte in diesem Buch dem auf die Spur kommen, was in den Räumen, die sich durch Ausweitung bilden, steckt. Wenn sich die verdichtete Materie ausweitet, so wie man aus einem Kaugummi eine Blase bildet, entstehen Räume. Das Atom kann ebenso als Modell dienen. Die Atomhülle umspannt den Raum, in dem Atomkern, Elektronen, Protonen, Neutronen etc. herumschwirren. Im Elektronenmikroskop sind diese Strukturen sehr klein und die Räume, in denen sie sich bewegen, sehr groß. Mit dem menschlichen Auge können wir das Atom jedoch nicht einmal sehen, geschweige denn die Räume, die es umgibt, wahrnehmen. Die den Körper ausmachende Materie besteht aus einer schier unendlichen Anzahl von Atomen. Sie sind unter anderem die Bausteine der dem Körper Form gebenden Hülle. Haut, Knochen und Muskeln geben den Körperräumen Struktur und Form.

Vor allem möchte ich aber Aspekte jener Kraft beleuchten, die uns in dieses Dasein gebracht hat, nämlich die Sexualkraft. Mit Hilfe der Sexualkraft gelingt es, diese Räume zu erreichen. Mit Hilfe der Sexualkraft gelingt es, Dingen auf die Spur zu kommen, die in den verschiedensten Räumen gespeichert und versteckt sind. Die Sexualkraft kann quasi die Stirnlampe sein, mit der wir uns auf Höhlenforschung, auf Raumforschung begeben.

Es ist mir ein großes Anliegen, möglichst viele Aspekte, die den Körper ausmachen, mit einzubeziehen. Aus diesem Grund werde ich in verschiedene Bereiche eintauchen. Die Kapitel Ernährung, Atmen, Pflanzenheilkunde , Der Körper und seine Energiesysteme werden kurz abgehandelt. Meiner Ansicht nach ist das Wissen um die genannten Teilbereiche notwendig, um die Sexualkraft optimal nutzen zu können.

Wir leben in einer Zeit, in der Sexualität zumeist auf den körperlichen Bereich reduziert bleibt. Trotz der scheinbaren sexuellen Freizügigkeit der letzten Jahrzehnte haben wir westlichen Menschen Jahrhunderte der Körperfeindlichkeit und der sexuellen Repression in unserem kollektiven Bewusstsein gespeichert. Die Sexualität wurde durch moralische und religiöse Vorschriften verzerrt. Sexuelle Empfindungen und Lust der Frau galten in der Antike, ja in manchen Kreisen in Europa, bis ins neunzehnte Jahrhundert als medizinisch abnorm. Die Entfernung von Schamlippen und/oder Klitoris wurde bis in die vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts von manchen Ärzten als „Therapie“ angewandt. Ich glaube, es ist an der Zeit, die Sexualkraft in einer umfassenden und liebevollen Art neu zu definieren, sodass die Einzigartigkeit dieser Kraft wieder mehr ins allgemeine Bewusstsein rückt.

Es ist für mich eine große Herausforderung, mich dem Thema Sexualkraft zu widmen, vor allem da ich die unterschiedlichen Aspekte, die ich als wichtig empfinde, behandeln möchte. Sexualkraft kann der geflügelte Drache sein, der uns durchs Universum fliegen lässt. Sie kann aber auch die Kraft sein, die uns am Boden hält und im Bereich der Sucht verstrickt und betäubt.

Ich habe das Buch in zwei Teile geteilt, um die unterschiedlichen Aspekte besser beleuchten zu können. Der erste Teil ist allgemeinen Themen gewidmet. Diese Themen finde ich äußerst wichtig, da sie genutzt werden können, um den Körper in eine möglichst gute Verfassung zu bringen. Nur wenn der Körper in einer guten Verfassung ist, können die Kräfte, die die Sexualkraft zu mobilisieren imstande ist, frei durch ihn hindurchfließen. Die Sexualkraft kann als Betriebssystem empfunden werden, wohingegen der Körper die Hardware darstellt. Mein Bestreben ist es, so viele Bilder wie möglich entstehen zu lassen, sodass Sie die Komplexität, um die es mir hier geht, nachvollziehen können.

Ich möchte Ihnen noch ein anderes, für mich sehr starkes Bild geben, nämlich das Bild des Sees. Es zeichnet die Räume, von denen ich gesprochen habe, sehr deutlich nach. Die nachfolgenden Skizzen helfen zu verdeutlichen, was die Metapher des Sees uns sagen möchte.

Dr. Petra Orina Zizenbacher www.zizenbacher.at

 

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