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Die Welt aus Glas

Artikel von Hartmut Lohmann

– Aus dem Leben eines Hellsichtigen –

Virginia Woolf ertränkte sich im Fluss vor ihrem Haus in Sussex. Ihre Asche ruht unter einer großen Ulme im Garten. Auf ihrer Gedenktafel steht ein Zitat von ihr: „Dir will ich mich entgegenwerfen, unbesiegt und ungebeugt, O Tod!“
Ich denke, jeder hat in seinem Leben schon einmal halb lachend, halb weinend über einen Selbstmord nachgedacht. Es ist eine Lösung in einer aussichtslosen Situation, der letzte Hoffnungsschimmer, wenn alles andere zusammenbricht; aber auch der erhabene Trotz eines Menschen, sich nicht allem – was ihm das Leben zumutet – beugen zu müssen.
Bei mir war es im Alter von 15 Jahren, dass ich das erste Mal konkret über meinen Freitod nachsann. Schwermütig und seltsam verloren war ich schon lange in dieser Welt. Als Jugendlicher traten die üblichen Probleme des Heranreifenden hinzu. Irgendwann war es zu viel. Zu viele Stiche, die mir die Liebe und der Hass versetzt hatten, zu viele verdrängte Gefühle, die mein Herz umschlossen hielten, zu oft gekränkter Stolz ... Es war genug.
Es gibt diesen Moment, an dem das Leid, am Leben zu sein, größer ist als die Angst vor dem Tod. Dann werden die Pläne konkreter, das Ende fühlbar und ein Mantel legt sich um deinen Körper, der im gleichen Maße unheimlich ist wie vertraut. Es ist der Tod, der sich fühlbar deinem Leben nähert, wo du ihn beim Namen gerufen hast ...
Heute weiß ich: Wir sind göttlich, wir sind das Leben und der Tod, sowohl das Licht als auch der Schatten, die Wahrheit und die Lüge. Doch damals, als meine Sehnsucht nach dem Tod wie eine schwarze Sonne über dem Land meiner Seele aufging, spürte ich das nicht. Gott oder das Göttliche spielte in meinen Überlegungen keine Rolle. Ich konnte es nicht fühlen.
Niemand sollte über diese verdüsterten Zustände urteilen, der sie nicht am eigenen Leib gespürt hat. Dieses Gefühl, die Seele würde in einem Ozean aus Pech versinken. Wir arbeiten, nur um zu sehen wie alles zusammenbricht. Wir lieben, nur um zu spüren, wie die Liebe wieder vergeht. Wir finden und verlieren, wieder und wieder und wieder. Wir hoffen und erkennen, dass selbst die Hoffnung letzten Endes stirbt ...
Und dann geschah es: Was ich mir aufgelastet hatte war so viel, dass ich jeden Versuch aufgab es länger zu ertragen. Ganz plötzlich streifte ich die schwere Rüstung ab, die sich mein Leben lang erweitert hatte. Ich spielte nicht mehr mit. So meditierte ich nicht länger, um mich von Kummer oder Stress zu befreien, sondern um die Suche nach einer Lösung aufzugeben. Statt das Ziel erreichen zu wollen, ließ ich einfach das Ziel los. Statt mich finden und ausdrücken zu wollen, war ich mir einfach egal. Dank dieser Haltung – jenseits der Kontrolle und dennoch interessiert – begann sich mein Körper langsam zu öffnen. Die Härte der Muskeln glitt von mir ab, mein Geist wurde weich und weicher, bis er eine ätherische Konsistenz annahm. Zeit und Raum gingen auseinander wie ein Vorhang, der beiseite ging und körperlos verschmolz ich mit dem strahlenden Licht. Ich wurde dieses Licht und erkannte, dass ich es stets gewesen bin und immer sein würde, egal was geschah.
Zum ersten Mal in meinem Leben spürte ich, wie schön es ist zu sein und nichts weiter. Ich fand mich in einem Zustand wieder jenseits der Ruhe oder Hektik, jenseits der Form oder Formlosigkeit. IchbinseitEwigkeiten.
Im Licht dieser Erkenntnis verstand ich, niemals gefallen oder gestiegen zu sein. Ja, mich niemals vom Fleck bewegt zu haben, weder zeitlich noch räumlich noch spirituell. Und dass selbst Erleuchtung zu erreichen ein Ziel ist, das zur Illusion gehört, da alles erleuchtet ist, jederzeit.
Wie alle, denen die Einheit und Ganzheit der Dinge offenbart wurde, verweilte ich im Zustand der Zustandslosigkeit, dem, was Buddha Nirwana nannte. Hier gibt es weder Zeit noch Ort, keinen Willen und kein Bedürfnis, keine Ursache und keine Wirkung. Es gab nie ein Ziel, da alles ist, von Anfang an.

Alle Qualitäten der Welt sind verschmolzen. Es gibt weder Anfang noch Ende. Alles ist eins und alles bist du. Jeder folgende Augenblick verstreicht Alle Qualitäten der Welt sind verschmolzen. Es gibt weder Anfang noch Ende. Alles ist eins und alles bist du. Jeder folgende Augenblick verstreicht als makelloser Ausdruck deines unendlichen Selbst.

Ein paar Wochen nach dieser Erfahrung sah ich meine erste Aura.
Ich studierte Psychologie in Maastricht und im gedimmten Licht des Vorlesungssaales, vor dem weißen Hintergrund der Schreibtafel, leuchteten die Gedanken des Professors hellblau auf. Er war in eine blasse Korona gehüllt, in der Schweife und Schwaden von bunten Energien aufleuchteten. Mir war, als hätte ich diese Korona mein Leben lang gesehen, aber mich irgendwann entschieden, sie auszufiltern. Abwechselnd hellblaue und blassgrüne Wolken leuchteten um den Kopf des Professors, je nachdem in welchem Bereich sich sein Geist bewegte und welche Gefühle seine Gedanken begleiteten. Verwundert schaute ich mich um. Die Köpfe meiner Kommilitonen rauchten nicht nur, sie brannten. Einige waren ebenfalls in diesen blassrosa Saum aus Licht gehüllt, an dessen äußerer Schicht bei genauerem Hinsehen Lichtfäden zitterten. Sobald ich mich auf ihre Aura konzentrierte, passierte zweierlei. Zum einen verdichtete sich im Raum zwischen den zitterten Lichtfäden die Farbe, während Myriaden mikroskopischer Kügelchen schillernd darin herumwirbelten, aus denen sich zum Teil leuchtende Objekte herauskristallisierten. Und zum anderen drehten sich die Menschen unerwartet um, als hätten sie meinen Blick gespürt.
Zuhause betrachtete ich meine Finger und sah meinen eigenen Lichtsaum rosa und violett. Die Pflanzen, Gegenstände, der Fernseher, alles hatte plötzlich eine Regenbogenaura. Als ich einen Bleistift mit den Fingern aufgriff, umfloss ihn bunt und deutlich sichtbar etwas, das ich spontan als mein ›seelisches Hologramm‹ bezeichnete. Was ich wirklich war und wie ich wirklich fühlte, umflackerte sichtbar den Stift. Meine Gefühle waren auf ihn übergegangen.Die nächsten Wochen wandelte ich durch Maastricht wie durch eine neue Welt. Ich sah wie die Menschen an der normalen Wahrnehmung vorbei, unbewusst mit ihren Energien kommunizierten. Ein ständiger Austausch bunt flirrender Information um mich herum. Zwar spürte ich empathisch auch mehr Leid als je zuvor und doch weinte ich vor Glück, weil die Wirklichkeit so unendlich viel schöner ist, als ich es mir ein Leben lang in all meiner Vernunft erträumt hatte. So würde also die Zukunft der Menschheit aussehen. Die Vertreibung aus dem Paradies war nie materiell, sondern nur spirituell erfolgt. Wir leben inmitten göttlicher Schönheit. Und wir werden es alle sehen, sobald wir das Spektrum unserer Wahrnehmung erweitern.
Wir alle nehmen nur Teilstücke der Frequenzen wahr, in der unsere Realität schwingt. Wären wir Menschen wie Fledermäuse gebaut, könnten wir Dank der Ultraschallortung im Dunkeln sehen. Als Vögel würden wir elektromagnetische Felder visuell wahrnehmen. In Form der Elefanten oder Giraffen könnten wir via Infraschall kommunizieren. In Gestalt der Bienen würden wir uns über das ultraviolette Licht orientieren und als Tiefseefische entlang der infraroten Strahlung. Die meisten dieser Frequenzen nehmen wir als Menschen nicht wahr, können sie weder fühlen noch hören oder sehen. Und doch existieren sie sichtbarfür andere Lebewesen.
Das gleiche gilt für die Lebensenergie. Sie schwingt in Frequenzen, die ein ebenso farbenfrohes Spektrum auffächern wie unsere materielle Welt. Wissenschaftlich ist dies ein Frequenzbereich der nur indirekt erforscht werden kann. Denn die Materie kann das Bewusstsein nicht berühren. Und selbst das schärfste Vergrößerungsgerät sieht nicht die Qualität der Dinge im vermeintlich leeren Raum dahinter. Aber es hat sie immer gegeben, die Sensitiven, die von Schwingungsmustern der Gesundheit und Krankheit erzählten, den Frequenzen der Liebe, den Vibrationen der Freude, den Manifestationen aus Licht – all dem, was zur fühlbaren Wärmestrahlung der Seele gehört.Es ist mit keiner herkömmlichen Theorie zu erklären, was Hellsichtige und –fühlige wahrnehmen. Zu Beginn sah ich die Aura als rauchförmiges Licht, das sich entlang magnetfeldartig aus dem Körper tretender Gefühle sortierte. Diese bunten Wolken und Felder umgaben die Menschen und Gegenstände. Langsam kamen die Meridiane hinzu, die verschieden farbig pulsierend wie metaphysische Blutbahnen aussehen, dick oder dünn, schnell und langsam, verstopft oder frei sein können. Später sah ich immer tiefer in die Körper hinein, entdeckte, dass in der Leerheit alles gesehen werden kann: Energetische Muster der Chakras, Organe und Zellen, entfernte Orte und Menschen, geisterhafte Wesen. Inzwischen kann ich sagen, dass alles, was zu einer Person gehört, in ihr vorgeht und sie bewegt, auch von einer anderen Person beobachtet und beeinflusst werden kann. Die Grenzen der Wahrnehmung setzen wir selbst.
Aber wir Menschen werten uns gerne auf, stellen uns über die Natur und blicken auf sie herab. Dabei vergessen wir auf welche magische Weise wir in all ihre Prozesse eingebunden sind. In meiner Wahrnehmung kommunizieren Tiere – sogar artübergreifend – in feinstofflicher Weise. Katzen beleuchten einander mit ihren Bedürfnissen. Hunde übernehmen die Energiemuster ihrer Besitzer. Und Vögel übertragen ihre Erfahrungen auf die Büsche und Bäume, auf denen sie sich niederlassen ... Die Wissenschaft hat diesem Weltbild ein interessantes Puzzlestück hinzugefügt. Delfine scheinen mit diesen Hologrammen zu kommunizieren. Nach Einschätzung des amerikanischen Forschers Jack Kassewitz, der ein Projekt zur Delfinkommunikation leitet, unterhalten sich die Tiere nicht mit Worten, sondern mit holografischen Projektionen die sie in ihren Lauten kodieren. Diese spezielle Form der Verständigung haben sich die Delfine mithilfe ihrer Echo-Ortung angeeignet. Dabei stößt ein Delfin komplexe Ultraschall-Laute aus, die von Gegenständen in der Umgebung abprallen und als Echo wieder zu seinen Ohren zurückkehren. Mit diesem eingebauten Radar, vermag der Delfin sogar in seine Artgenossen und Beutetier hineinzusehen. Diese Wahrnehmung gleicht einem dreidimensionalen Ultraschall-Foto. Jack Kassewitz bewies, dass die Delfine diese hologrammartigen Schallmuster erzeugen, um ihren Begleitern Informationen zu übermitteln. Dafür ließ er seine Versuchstiere acht verschiedene Gegenstände orten, darunter einen Plastikwürfel und eine Badeente. Kassewitz zeichnete die jeweiligen Ultraschallechos auf. Als er diese Signale später anderen Delfinen vorspielte, schwammen die Tiere in über 80 Prozent der Fälle zum richtigen Objekt ... Damit konnte er beweisen, dass Delfine tatsächlich anhand der Ultraschall-Hologramme kommunizieren.

Je länger ich mit meiner Hellsichtigkeit lebe, desto klarer wird mir, dass uns das Wissen starr macht und alt. Erst die Unwissenheit verjüngt uns wieder. Durch unsere angesammelten Erfahrungen, können wir nicht mehr unvoreingenommen auf eine Situation reagieren. Wir reagieren in berechenbaren Mustern, die wir als unseren Charakter bezeichnen. Die Möglichkeit völlig frei auf eine Situation zu reagieren, liegt Sekundenbruchteile vor der Reaktion. Es ist der Augenblick, in dem wir entscheiden, an Etwas zu kleben, das in unserem Geist erscheint oder in der Welt geschieht. Diese willentliche Entscheidung ist durch Gewohnheit zum Automatismus geworden. Hier gilt es das Bewusstsein auszuweiten, um in die natürliche Freiheit des Geistes zurück zu kehren.
Inzwischen verstehe ich, dass Buddhist zu sein zunächst und vor allem bedeutet, sich selbst vollständig zulassen, um sich anschließend loslassen zu können. Nicht das Loslassen sondern das Zulassen sollte an erster Stelle stehen. Es ist die Natur der Dinge, dass sie wie Knospen aufquellen, blühen und verwehen, wenn sie nur zugelassen werden. Jedes Gefühl löst sich in Freiheit auf, wenn es nur zugelassen wurde. Auch unsere tiefsten Bedürfnisse. Sogar wir selbst. Wer sich loswerden will, ohne sich zuzulassen, wird scheitern. Und das ist wundervoll! Denn es bedeutet, dass Gott, der Kosmos, das universelle Bewusstsein für dich ist und dein Ego; und nicht dagegen, es ist für deine Gefühle, für all deine Begierden, für jeden Zweifel und für deine Probleme!
Ich erinnere mich, wie tief und verloren die Welt mir erschien, als ich 15 Jahre war. Ich sehe ihn vor mir, diesen einsamen Jungen, wie er müde und in sich kehrt, unter einem dunkler werdenden Himmel nach Hause geht. Der Mond erscheint ihm finster, die Menschen bedrohlich und die Natur der Dinge wie ein großes Rätsel, dass keiner zu entziffern vermag ... So schicke ich ihm meine Wärme und Liebe. Ich weiß, dass er es in seinem jungen Leben gebrauchen kann.
Im Gedenken an all Jene, die es nicht ertragen haben.

 

Hartmut Lohmann
www.chi-heilung.de

 

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