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Ayurveda im Westen
Der Weg zur optimalen Behandlung für jeden Typ

Ayurveda im Westen boomt. Wie Pilze schießen Ayurvedainstitute aus dem Boden und bieten ihre Behandlungen an. So ist es schon fast eine Wissenschaft für sich geworden, empfehlenswerte Anbieter zu finden, die den Menschen darin unterstützen, mit Hilfe dieses jahrtausendealten Systems möglichst lange ein gesundes und zufriedenes Leben zu führen. Doris Iding zeigt auf, wie du die optimale Behandlung für deinen individuellen »Fall« finden kannst und welche Anbieter sie für empfehlenswert hält ...

Mit Distanz und einer gewissen Skepsis habe ich den nicht abreißen wollenden Ayurvedaboom der letzten Jahre beobachtet. Persönlich interessierte ich mich zunächst nicht so sehr dafür. Das lag primär an den sogenannten Konstitutionstests, die mir zu Beginn eines jeden Buches auffielen. Da ich noch nie ein Mensch war, der sich gerne in Schubladen stecken lässt, klappte ich die meisten Ayurvedabücher dementsprechend schnell wieder zu.
Die drei Konstitutionstypen Vata, Pitta und Kapha, die in einem solchen Test herausgearbeitet werden, bilden allerdings mit das Herzstück des Ayurveda und sind für die Arbeit mit einem Menschen und zur Bestimmung seiner Behandlungen und Anwendungen unabdingbar. Die drei sogenannten Doshas Vata, Pitta und Kapha, lassen sich auf die fünf Elementen Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde zurückführen. Aus diesen Elementen ist die ganze Schöpfung hervorgegangen: die Natur, die Pflanzen, die Tiere und letztendlich auch der Mensch. Somit ist auch jedes Element im Körper bestimmten Strukturen und Formen zugeordnet.
Jeweils zwei der fünf Elemente bilden im Ayurveda ein sogenanntes Dosha. Äther und Luft ergeben das Vata-Dosha, Feuer und Wasser das Pitta-Dosha, Wasser und Erde das Kapha-Dosha. Dieses Doshas regulieren als Lebensenergien sämtliche Funktionen auf der körperlichen und geistigen Ebene eines Menschen und tragen entscheidend zu seinem Wohlbefinden bei, wobei jedes Dosha seine eigene Aufgabe hat.

Gesundheit bedeutet Gleichgewicht

So reguliert Vata zum Beispiel die Bewegungsprozesse, etwa den Atem, die Bewegung im Magen-Darm-Trakt und die Ausscheidungsvorgänge. Auf der psychisch-geistigen Ebene bewirkt Vata eine rasche Auffassungsgabe und geistige Beweglichkeit. Pitta hingegen wirkt sich auf die Umwandlungsprozesse aus, indem es die Verwertung der Nahrung im Verdauungstrakt beeinflusst. Auf der psychisch-geistigen Ebene zeichnet sich Pitta durch einen scharfen Intellekt und Durchsetzungsvermögen aus. Kapha wiederum steht für die Stabilität und die Struktur im Menschen und bewahrt die natürliche Geschmeidigkeit von Schleimhäuten und Gelenken. Darüber hinaus steht Kapha für ein gutes Langzeitgedächtnis.
Nach ayurvedischer Auffassung ergänzen sich die drei Doshas in ihrem Zusammenspiel auf harmonische Weise und sorgen, wenn sie sich im Gleichgewicht befinden, für körperliche Gesundheit und seelische Zufriedenheit. Sind sie hingegen im Ungleichgewicht, dann führen sie auf physischer und psychischer Ebene zu Krankheiten.

»Kein Schubladendenken«

Auch wenn es diese drei Grunddoshas gibt, so ist Ayurveda weit davon entfernt, den Menschen vorschnell in Kategorien zu stecken. In allen Menschen kommen alle drei Doshas vor, wenn auch in verschieden Mischungsverhältnissen. Meist dominieren ein oder zwei Doshas. Das vorherrschende Dosha sollte nicht überreizt und übermäßig betont werden, da es sonst zu einer Disharmonie kommt. »Bei einem Pitta-Vata-Typ äußert sich ein Dosha-Ungleichgewicht zum Beispiel in Schlafstörungen, wenn ein Vata-Überschuß vorherrscht oder mit Übersäuerung, wenn das Pitta zu hoch ist«, so Nicky Sabnis, einer der bekanntesten Ayurveda-Köche Deutschlands, der in diesem Oktober auf der Frankfurter Buchmesse für sein Buch »Das große Ayurveda-Kochbuch« die Silbermedaille der Gastronomischen Akademie mit der Auszeichnung für ein besonders empfehlenswertes Buch erhält.
Um die genaue Konstitution eines Menschen herauszufinden, wird im Ayurveda nicht nur mit einem Fragebogen gearbeitet, in dem sich der Arzt oder Therapeut nach dem Appetit, Gedächtnis oder der Lieblingstemperatur erkundigt; ein Ayurvedaarzt oder Therapeut untersucht in einem Anamnesegespräch mit dem Patienten auch den Puls. Bei der sogenannten Pulsdiagnose kann der Arzt allein durch einen oberflächlichen oder tiefen Druck, den er mit Zeigefinger, Mittel- und Ringfinger am Unterarm des Patienten ausübt, Rückschlüsse auf Störungen der Organe erkennen.

Orientierung im Angebots-Dschungel

Im letzten Jahr bescherte mir das Leben dann eine Auftragsarbeit über ein Buch zum Thema Ayurveda für den Münchner O.W. Barth Verlag. Meine Aufgabe bestand darin, Ayurveda im Westen genauer zu untersuchen und zu beschreiben.
Bei dem Überangebot an Ayurvedapraxen und Instituten, das in Deutschland, Österreich und der Schweiz herrscht, stellte sich dies allerdings bald als ein großes Problem heraus. Da der Begriff Ayurveda nicht geschützt ist, ist der Missbrauch, der damit betrieben wird, groß. In Indien werden dagegen schon genauere Qualitätskriterien festgesetzt. Dort dauert das Studium für einen Ayurvedaarzt in der Regel fünfeinhalb Jahre. Danach erhält ein Student den Titel eines Bachelor of Ayurvedic Medicine and Surgery (B.A.M.S.), oft auch Ayurvedacharya genannt und ist dann ein ayurvedischer Arzt, der eine Approbation erlangen kann.

Wie wird man Ayurveda-Arzt?

Darüber hinaus gibt es Postgraduierten-Studiengänge für ayurvedische Ärzte, die sich weiter qualifizieren wollen. Dieses Studium dauert noch einmal drei Jahre, wobei der Absolvent danach den Titel eines Medical Doctors (Ayur.) oder M.D. (Ayur) erwirbt. Er kann in einem solchen Fall auch als Ayurveda Vachaspati bezeichnet werden. Somit stellen die Kürzel B.A.M.S. und M.D. (Ayur) als Titel Teil des Namens dar und sind normalerweise ein zuverlässiges Kennzeichen für eine solide Ausbildung.
Darüber hinaus gibt es aber auch traditionelle Ausbildungsgänge, die auf einen jahrelangen persönlichen Kontakt zwischen einem Lehrmeister und seinem Schüler hinweisen. Diese Ausbildungen, die in sehr familiären Strukturen stattfinden genießen ebenfalls einen sehr guten Ruf.

Bürokratische Hürden für Inder

Aber leider steht nicht allen guten indischen oder singhalesischen Ayurvedaärzten die Möglichkeit offen, in Deutschland zu praktizieren. Das Problem liegt bei der rechtlichen Regelung, denn bedingt durch die strenge Gesetzeslage kommt es hier in Deutschland zu einer grotesken Situation: Auf der einen Seite dürfen in Indien ausgebildete und approbierte Ayurvedaärzte in Deutschland keine Heilkunde ausüben, da ihr Ayurvedastudium hier nicht anerkannt wird. Auf der anderen Seite dürfen aber Heilpraktiker, auch wenn sie nur zwei Wochenendseminare über Ayurveda besucht haben, eine heilkundliche ayurvedische Behandlung ausführen.
Das soll natürlich nicht heißen, dass es keine guten Heilpraktiker gibt. So hatte ich zum Beispiel den Eindruck, in dem Heilpraktiker Elmar Stapelfeldt (eigene Praxis in Dresden und Dozent am Mahindra-Institut) nicht nur einen ausgezeichneten Übersetzer zu begegnen, sondern auch einen großen Kenner der ayurvedischen Heilkunde getroffen zu haben.
»Während der langjährigen Ausbildung lernt ein Ayurvedaarzt nicht nur, ein Wissen über den Körper und Geist eines Menschen zu entwickeln, und zu erkennen, wie Krankheiten behandelt werden müssen und Gesundheit erhalten werden kann», so Dr. Arosha Kulasekara vom Vier Jahreszeiten im Schluchsee, »sondern er lernt auch, mehr und mehr mit seiner Intuition in Kontakt zu kommen, die er für die Behandlung und für den Umgang mit seinem Patienten benötigt.«

Auf die Intuition kommt es an

Auch ich kam zu der Überzeugung, dass es bei der Auswahl eines Ayurvedaarztes, eines Therapeuten oder einer passenden Klinik einer gewissen Intuition bedarf – und darüber hinaus auch eines gesunden Menschenverstandes. Denn solange es noch keine genauen Richtlinien gibt, die auf die Qualität eines Ayurvedaarztes hinweisen, muss man sich entsprechend informieren.
Auch Dr. Chopra, leitender Arzt der Habichtswinkel-Klinik in Kassel sieht das Problem, kann aber bislang keine genauen Qualitätsmerkmale nennen: »Es gibt zwar Bestrebungen von praktizierenden Ayurvedaärzten eine gewisse Standardisierung anzusetzen, aber bislang bleibt einem Interessierten nichts anderes übrig, als sich ein eigenes Bild von einer Klinik oder einer Institution zu verschaffen.«
Das heißt auch, dass man sich im Vorfeld genau überlegen sollte, was man von einer Anwendung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz erwartet. Denn es muss nicht immer gleich eine sogenannte Pancha-Karma-Kur sein, bei der man sich über einen Zeitraum von mindestens 10 Tagen einer intensiven Reinigungskur unterwirft. Manchmal reicht schon ein Verwöhnwochenende in einem Wellnesshotel, um mit Ayurveda auf Tuchfühlung zu gehen. Denn längst nicht jeder mag bzw. verträgt ölige Massagen, die neben der Konstitutionsbestimmung und der Ernährung einen wesentlichen Teil ayurvedischer Behandlungen ausmachen.

Schnupper-Kur oder Hardcore-Kur?

An einem solchen Wellnesswochenende braucht man – wenn man gerne isst – auf die üppigen Abendmenüs in den Hotels nicht zu verzichten, sondern kann einzelne ayurvedische Behandlungen genießen. Eine andere Art des Einblicks in Ayurveda stellt die sogenannten Purva-Karma-Kur dar: »Beim Purva-Karma stehen Ölanwendungen und Schwitzen im Vordergrund. Dies ist die Form, die im Westen als Wellness-Kuren bekannt geworden sind. Der Sinn dieser Kur ist, gestörte Doshas zu beruhigen und auszugleichen, so dass keine Symptome mehr spürbar sind«, so Rainer Schacker, Ayur Ved. Gesundheits- und Ernährungsberater am Hotel Sonnhof in Hinterthiersee und Dozent an der Seva Akademie in München. »Die Therapie ist nicht so tiefgreifend wie eine Pancha-Karma-Kur und es tritt ein schnellerer Erholungseffekt ein. Allerdings ist diese Art der Kur nicht so nachhaltig und lang andauernd, da die Symptome, sprich die gestörten Doshas, ja nicht aus dem Körper entfernt wurden und daher kann es schneller zu erneuten Beschwerden kommen.«

Purva-Karma-Kuren werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz reichhaltig angeboten. Aber auch hier sollte man darauf achten, dass die Anbieter eine solide Ausbildung vorweisen können. Wer hingegen einmal in den Genuss einer gründlichen Ayurvedakur kommen möchte, der braucht mindestens 10 wenn nicht sogar 21 Tage Zeit, um eine Pancha-Karma-Kur zu absolvieren. »Hierbei stehen neben Ölen und Schwitzen die Ausleitungsverfahren im Vordergrund. Dabei werden die gestörten Doshas aus dem Körper eliminiert und man erreicht dadurch eine tiefergreifende Heilung und einen nachhaltigen Gesundungseffekt. Da diese Art der Therapie sehr tief in den Körper eingreift, ist sie natürlich belastender für den Körper und es muss eine ausreichende Zeit für Regeneration und Aufbau im Anschluss an die Kur eingehalten werden. Daher sollte eine solche Kur im Idealfall 21 Tage dauern«, so Rainer Schacker. »Bei beiden Therapieformen können begleitend ayurvedische Arzneimittel, eine gesunde typengerechte Ernährung und eine liebevolle Betreuung durch die Therapeuten den Erfolg verstärken.«

Setzt sich Qualität durch?

Meine Recherche dauerte insgesamt sieben Monate an. Viele Wochenenden begab ich mich in die Hände verschiedenster Ayurvedaärzte und Therapeuten. Mein Wunsch, den besten Ayurvedaarzt, den besten Ayurvedatherapeuten, das beste Ayurvedahotel und die beste Ayurvedaklinik zu finden, musste ich aufgeben. Alle Therapeuten und Ärzte, die wir trafen, schienen auf ihre Weise mit Herzblut an der Verbreitung des Ayurveda interessiert zu sein. Unprofessionelle Anbieter begegneten uns nicht.
Vielleicht hatten wir bei der Auswahl der Anbieter einfach nur Glück oder hatten bereits eine kritische Vorauswahl getroffen. Vielleicht ist aber auch durch die schlechte Wirtschaftslage ein Punkt erreicht worden, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt, und die Anbieter wissen, dass sie Qualität liefern müssen, um überhaupt auf dem heutigen Markt weiter existieren zu können.

Text zur Verfügung gestellt von Doris Iding
Kontakt: www.connection.de

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