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Wenn nicht DU, wer dann?

Über die Macht des Konsumenten
von Michael Labiner

Hin und wieder werde ich gefragt, warum ich als freier Journalist für solch „kleine Blättchen“ (wie z.B. die WEGE) schreiben würde. Warum nicht (mehr) für Tageszeitungen oder Illustrierte mit viel größerer Auflage? Die würden doch gewiss auch besser bezahlen…!? Ich antworte dann: „Weil ich fühle, dass die Welt ein schönerer Ort sein könnte. Und weil ich einen Beitrag leisten möchte, sie dazu zu machen. Das gelingt eben nur in einem entsprechenden Umfeld.“ Dann schütteln meine Gesprächspartner mit unschöner Regelmäßigkeit den Kopf und meinen: „Naja, einen Beitrag leisten, das muss man sich eben auch leisten können!“ Darauf entgegne ich wahrheitsgemäß, dass ich das starke Gefühl hätte, es mir nicht mehr leisten zu können, keinen Beitrag zu leisten…

Der Teufelskreis

Alles hängt damit zusammen, dass ich eines Tages herausgefunden habe, warum wir uns immer häufiger in misslichen finanziellen Lagen wiederfinden. Beispielsweise in jener, zu meinen, billig bei Aldi (in Österreich Hofer) einkaufen zu müssen. Die Lösung ist verblüffend simpel: genau deshalb. Einfach, WEIL wir meinen, billig bei Aldi einkaufen zu müssen. Das mag dich jetzt ein bisschen verwirren - doch bis zum Ende des Artikels wird dir alles klar sein, das kann ich dir versprechen. Einstweilen soll es uns genügen, zu beobachten, dass wir hier z.B. beim Einkauf von Lebensmitteln sparen - um uns trotz Ebbe im Geldbörsel andere Dinge wie einen DVD-Player, das neueste Handy oder ein schöneres Auto leisten zu können.

Jetzt nehmen wir einmal an, du wärst Angestellte(r) in einem mittelgroßen Reisebüro - und in jüngster Zeit erhält deine Firma immer weniger Aufträge, weil sich immer weniger Menschen Fernreisen leisten können. Die Aldi-Eigentümer (die Brüder Karl und Theo Albrecht) können sich natürlich Fernreisen leisten, haben aber einen Privatjet. Einen Privatjet haben sie, weil sie mit einem Vermögen von rund 26,8 Milliarden Dollar die drittreichsten Leute der Welt sind. Zum besseren Verständnis: Um in einem 40-jährigen Arbeitsleben ein solches Vermögen anzuhäufen, müsstest du (ohne Verzinsung gerechnet) 762.000 Euro in der Stunde verdienen! Kurzum, die Aldi-Brüder sind reich, und das jenseits aller Vernunft. Sie sind darum so superreich, weil sie einen Großteil des im Umlauf befindlichen Geldes besitzen. Und dieses Geld besitzen die Brüder natürlich deshalb, weil wir in ihren Aldi- und Hofer-Supermärkten einkaufen… weil es dort so billig ist. Bei Aldi ist es aber nur deshalb billig, weil man knallhart kalkuliert - was nichts Anderes bedeutet, als dass man die Hersteller und Zulieferer ausbeutet (dazu gleich mehr). Diese machen irgendwann Pleite und buchen keine Geschäftsreisen mehr beim Reisebüro deines Arbeitgebers. Daher herrscht bei ihm nun ebenfalls Ebbe im Geldbörsel, und auch er meint, bei Aldi einkaufen zu müssen. Genau wie seine bankrotten Ex-Kunden und du auch. Merkst du was? Ein Teufelskreis, ganz richtig. Die Preisfrage lautet: Wie kann man ihn durchbrechen?

Onkel Aldi und Tante Emma

Zunächst müssen wir uns klar machen, was wir für ein „Schnäppchen Ausbeutung“ in Kauf nehmen: Wir beuten uns selbst aus! Geiz ist nämlich gar nicht geil, und wer auf die Mutter aller Schnäppchen hört, ist sogar saublöd. Allerdings ist der Kreislauf der Ausbeutung nicht immer ganz einfach zu durchschauen, da er oftmals rund um den gesamten Globus verläuft (Stichwort Globalisierung). Bleiben wir noch für einen Moment beim Beispiel Aldi: Der Konzern ist einer der größten Kafee-, Tee- und Schokoladenverkäufer Deutschlands und setzt mit seinen niedrigen Preisen Zulieferer und Mitbewerber unter extremen Druck. Die Folge davon sind katastrophale Arbeitsbedingungen und Löhne weit unter dem Existenzminimum in den Rohstoffländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Dazu kommt unter Anderem die Abholzung von ökologisch höchst bedeutsamen Mangrovenwäldern in ganzen Küstenregionen, weil massenhaft Shrimpszucht betrieben wird, damit Aldi seine Kunden mit billigen Garnelen aus dem Pazifik beliefern kann. Allmählich dämmert uns damit ein Zusammenhang mit Schreckgespenstern wie Klimaveränderungen oder einer Völkerwanderung der Armen in die reichen Industrienationen. Ehe wir nun aber mit dem Finger auf die Albrecht-Brüder zeigen und Superkapitalisten wie sie für alle Flut- und Hurrican-Katastrophen und die angeblich so kostenintensiven Wirtschaftsflüchtlinge alleinverantwortlich machen, wollen wir tief durchatmen und uns an unsere Rolle in diesem Drama erinnern: Wir sind König Kunde! In unserer Macht (und allein in unserer) liegt es, die Dinge zum Besseren zu wenden!

Merke: Wer billigt kauft, der kauft halt manchmal verdammt teuer. Denn es ist ja nicht so, dass sich die negativen Mechanismen des unbewussten Konsums auf ferne Länder und vermeintlich vage Zusammenhänge mit Umweltveränderungen beschränken. Im Herbst 2000 revoltierten französische Gewerkschaften, weil Aldi dort Angestellte bis zu 60 Stunden pro Woche arbeiten ließ, ohne Überstunden zu bezahlen. Und aus erster Hand von einem Freund weiß ich, dass die Aldi-Einkaufspolitik für zahllose Firmenpleiten (und damit zahllose neue Zwangssparer und Aldi-Kunden!) verantwortlich ist. So werden Waren wie z.B. CDs und DVDs von Aldi nur bei vollem Rückgaberecht gekauft, wobei man dem Hersteller die geringst mögliche Gewinnspanne von oft nur 1 Cent pro Einheit zugesteht. Das Geschäft scheint dennoch interessant zu sein, da die Aldi-Kette ja extrem große Stückzahlen ordert, um ihre vielen Filialen bestücken zu können. Wehe dem Hersteller, der für den vermeintlich lukrativen Großauftrag nun Kredite aufgenommen hat und dann auf seiner Ware sitzen bleibt! Karl und Theo Albrecht haben nicht zuletzt deshalb so viele Milliarden gescheffelt, weil sie das Risiko ihrer Billigangebote eben lieber auf andere abwälzen, als es selbst zu tragen.

Warum öffnen wir also nicht die Augen und investieren lieber in uns selbst, indem wir regional und ökologisch hergestellten Lebensmitteln den Vorzug geben, auch wenn sie ein paar Euro mehr kosten? Meist sind diese Produkte ja auch viel gesünder und bekömmlicher, als billig produzierter Industrie-Ramsch. Warum nicht Importwaren aus Fairem Handel beziehen? Warum nicht lieber zu Tante Emma als zu Onkel Aldi gehen? Nicht zuletzt berauben wir uns durch die Unterstützung derart lieblos gestalteter Selbstbedienungsläden mit gestressten Kassiererinnen doch auch der Kommunikation in unserem Leben. Wer stattdessen mal beim Greißler um die Ecke einkauft (der sich Zeit für einen persönlichen Plausch mit jedem Kunden nimmt), wird den himmelweiten Unterschied erleben!

Sklaven von heute

Der Billigkauf ist aber beileibe nicht die einzige Falle, in die der bewusstlose Konsument immer wieder tappt. Tatsächlich finden sich Missstände wie Ausbeutung, Misshandlung und Kinderarbeit genauso bei vielen teuren Nobelmarken. Nur, dass die „noble Gesellschaft“ die auf Kosten menschlichen Elends eingesparten Milliarden nicht einmal ansatzweise über den Preis an ihre Kunden weitergibt, sondern stattdessen in die Werbung steckt, um neue Konsum-Zombies zu erschaffen. Nehmen wir dazu als erstes Beispiel die Firma Adidas her: Für rund 21 Cent pro Stunde wurden in der chinesischen Fabrik „Yue Yuen“ Adidas-Sportartikel gefertigt - bei einer Arbeitszeit von durchschnittlich 60 bis 84 Wochenstunde! War das unserem Sohnemann klar, als er meinte, Adidas-Treter zu benötigen, um im Fußballverein cool dazustehen? Um als erste die neuesten Sneaker (Turnschuhe) von Nike zu ergattern, kampieren die Kids in den USA sogar im Schlafsack vor den Geschäften. Ob sie wissen, dass Gleichaltrige in Indonesien von ihren Eltern fortgeschickt werden, weil diese ihre Kinder nicht mehr ernähren können? Wie auch, bei einem Tageslohn von 2 Euro, den der dortige Nike-Zulieferer seinen Näherinnen zugestand! Wenn wir unsere Levis-Jeans anziehen, machen wir uns dann bewusst, dass sich die 150 Angestellten in einer bulgarischen Zulieferfabrik regelmäßig nach Schichtende vor der Firmenleitung nackt ausziehen mussten, damit nur ja kein Knopf entwendet werden konnte? Und wie zauberhaft sind wohl tatsächlich jene Zauberstäbe, die Disney von Kindern im Alter zwischen 7 und 15 Jahren herstellen hat lassen? Und das im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“: Für durchschnittlich 1,35 Dollar pro Stunde haben die Kleinen in Kalifornien (wo der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn 6,25 US-Dollar beträgt) geschuftet. Soweit zur Schattenseite von Micky Maus.

Wir können viel tun!

Du bist jetzt wütend und empört - und nimmst dir fest vor, die Produkte der genannten Firmen fortan strikt zu meiden? Eine verständliche Reaktion, nur leider nicht in jedem Fall die angemessene. Diesen einfachen Weg wählen ja immer wieder auch die Konzerne, wenn ihnen die Verbindung zu einem Zulieferer mit kriminellen Methoden unwiderlegbar nachgewiesen wurde: Sie wenden sich mit publikumswirksamer Empörung ab. Und durch den plötzlichen Wegfall ihres wichtigsten (oft einzigen) Kunden müssen die gebrandmarkten Fabriken meist schließen, die Arbeiter der Region stehen dann ganz ohne Einkommen da. Genau das passiert eben jedes Mal, wenn wir mit dem Finger auf andere zeigen, anstatt uns unserer Verantwortung zu stellen. Solch mächtige Konzerne wie Adidas, Nike, Levis oder Disney hätten mit ihrem Einfluss die Möglichkeit und Pflicht, für bessere Verhältnisse unter ihren Mitarbeitern zu sorgen. Doch genau so haben wir als Konsumenten die Macht, den Einfluss, die Möglichkeiten und die Pflicht, unseren Beitrag für bessere Verhältnisse am Markt und in der Welt zu leisten. Dazu müssen wir das Problem aber erst einmal erkennen. Wir müssen bereit sein, uns zu informieren, statt uns von Werbung einlullen zu lassen. Wir müssen der Menschlichkeit und der Nachhaltigkeit neue Plätze in unserem persönlichen Wertesystem geben. Das werden wir nur können, wenn wir verstehen, dass selbst das Schicksal der Arbeiter im fernen China oder in Indonesien sehr direkten Einfluss auf unser eigenes Schicksal hat. Diese Verbindung wird offenbar, sobald wir unsere von der Werbung suggerierten Bedürfnisse direkt in Relation zu unseren Gefühlen setzen. Angenommen, Saturn hat einen DVD-Player von Samsung im Sonderangebot. So ein Teil wollten wir schon lange, jetzt wäre die Gelegenheit vermeintlich günstig. Wenn wir uns aber vorab informiert haben, wissen wir, dass Samsung in seinen drei Fabriken in Tijuana schwangere Frauen absichtlich schwere Arbeiten verrichten ließ oder zur Kündigung zwang. Wollen wir den Player auch um diesen Preis? Ist Geiz jetzt immer noch geil - oder bleibt uns der Slogan eher wortwörtlich im Halse stecken? Zahlen wir nun nicht mit Freuden ein paar Euro mehr (oder warten noch ein wenig, bis wir uns ein teureres Modell leisten können), um unser Gewissen nicht so furchtbar belasten zu müssen?

Weckruf aus dem Hypnoseschlaf

Bewusstheit ist aber alles Andere als ein Spielverderber, der einem nur die Freude an preiswerten Anschaffungen vermiest. Bitte denke das nicht! Vielmehr ist Bewusstheit eine Voraussetzung für ein glückliches und erfülltes Leben. Auch für diese Behauptung lassen sich wieder sehr einfach sehr eindrucksvolle Beweise finden. Da es in diesem Artikel um Konsum geht, wähle ich mal… den Kreditkauf und den Fleischverzehr. Wie bitte, Kreditkauf und Fleischverzehr? Das hat doch nun wirklich nichts miteinander zu tun! Na, lass dich überraschen…:

Fragen wir uns zunächst einmal, warum uns der Erwerb eines Produkts auf Kredit überhaupt erstrebenswert erscheint. Weil wir damit jetzt gleich Dinge erhalten können, die wir uns zu diesem Zeitpunkt (oder überhaupt) eigentlich nicht leisten können - na klar. Aber stimmt das denn auch? Natürlich nicht - vielmehr ist hier sogar das Gegenteil der Fall: Für ein geleastes Auto zahlen wir, abhängig von Vertragsmodalitäten wie Verzinsung, Anzahlung, Laufzeit und Höhe der Bearbeitungsgebühren unterm Strich gut und gerne das Doppelte des Barpreises! Wie aber passt die Tatsache, dass wir hier viel mehr bezahlen, mit dem Gedanken zusammen, dass wir uns die gewünschte Sache anders gar nicht leisten könnten? Wie können wir uns selbst so belügen? Die Antwort kennst du bereits: Es wurde uns von den Nutznießern per Werbung und anderer Methoden der Gehirnwäsche eingeredet.

Aber wir müssen es uns ja nicht einreden lassen. Bewusstheit kann uns hier, heute und sofort aus der selbst gestellten Falle befreien. Wenn unsere Träume nicht länger wüstenrot sind, dann sind wir auch nicht mehr bereit, solch geradezu perverse Verdrehungen der Wahrheit zu schlucken! Dann können wir uns auch klar machen, dass es genau dieses Zins-System ist, woran unsere Wirtschaft krankt. (genaueres dazu im Artikel auf S....). Mit offenen Augen verzichten wir also leichten Herzens auf Kreditkäufe. Was wir uns jetzt nicht leisten können, darauf warten wir eben ein wenig, anstatt das „sofort“ so schrecklich teuer zu bezahlen. Sollten wir darüber hinaus zur Einsicht gelangen, dass wir, was wir uns nicht leisten können, auch nicht brauchen oder wollen, haben wir den Schlüssel zum Glück gefunden!

Und jetzt zum Schnitzel…

Und weil wir die Augen gerade so schön offen haben, werfen wir gleich einen Blick auf die Fleischtheke. Was sehen wir da? Leckere Kalbschnitzel, appetitliches Schweins-Faschiertes und saftige Lammkotletts? Oder die Leichenteile unserer Mitgeschöpfe, welche wir in unfassbaren Massen lebenslang quälen und nach Belieben hinrichten? Jetzt wird's ein bisschen kritisch. Es geht ja gar nicht so sehr darum, ob du nun Fleisch isst oder Vegetarier bist. Es geht zuerst einmal darum, dass wir wissen, was wir tun. Wer von uns war schon selbst in einem Schlachthof? Oder in einer dieser Eierfabriken, wo Hühner ihr ganzes Leben auf kleinstem Raum aufeinandergestapelt verbringen müssen. Zu blutig, zu grausam, warum sollen wir uns das antun? Na, weil diese Dinge auf unseren Wunsch geschehen. Wie sonst kämen wir zu unserem preiswerten Sonntagsbraten?

Verzeih meine harte Gangart, aber wir müssen es uns einfach klar machen: Erst wenn es uns gelingt, die hypnotische Verleugnung zu durchbrechen und endlich die Verbindung zwischen uns, dem lieben Kälbchen und dem leckeren Schnitzel wahrzunehmen, werden wir frei. Erst jetzt können wir uns wahrhaft frei entscheiden, ob wir Fleisch essen wollen oder nicht. Die Entscheidung liegt absolut bei dir, hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Du solltest nur wissen, was du tust und deine Entscheidungen auf Basis von Bewusstheit aller Tatsachen treffen, anstatt auf Basis des einlullenden Geschwätzes der Profiteure. Du solltest dir vor dem nächsten Besuch bei McDonalds vor Augen halten, was der weltgrößte Rindfleischkäufer (alle 4 Stunden wird irgendwo auf dem Globus eine neue Filiale eröffnet!) zwangsläufig anrichtet: Riesige Regenwaldflächen werden für die Viehfuttergewinnung gerodet, die Äcker der Bevölkerung in armen Ländern zweckentfremdet. Rund die Hälfte der weltweiten Getreideernte wird als Viehfutter verwendet, während die halbe Menschheit hungert - die Kühe der Reichen fressen das Brot der Armen. Dass das Spielzeug aus den Happy-Meal-Tüten gelegentlich von chinesischen Kindern hergestellt wurde, die bei 1,49 Euro Tageslohn (!) bis zu zwölf Stunden täglich schuften mussten, sei in diesem Zusammenhang nur am Rande erwähnt. „McDonalds, ich liebe es!“ - von wegen! Solche Fresstempel sind also in der Tat eher zu meiden - nicht zuletzt der eigenen Gesundheit zu liebe.

Buntes Gift und Weiße Götter

Damit kommen wir zu einem der dicksten Brocken, welche unserer Bewusstheit als Konsument im Wege stehen: zur unheiligen Allianz zwischen dem Goldesel „Pflichtversicherung“ auf der einen und der Pharma-Industrie sowie Schulmedizin auf der anderen Seite. Hier auf das gesamte Geflecht aus Illusionen eingehen zu wollen, welches wirtschaftliche Interessen im Laufe der letzten Jahrzehnte rund um unsere Ansichten zum Thema Krankheit/Gesundheit geflochten haben, ist schon aus Platzgründen ein aussichtsloses Unterfangen. Falls dies aber nicht deine erste Auseinandersetzung mit diesem Thema ist, hast du schon viel über Impfschäden, die wahren Hintergründe von Krebs und AIDS, die „Kinderdroge“ Ritalin (Psychopharmakum für „hyperaktive“ Kinder) oder die Segnungen der Neuen Medizin gelesen. Sollte dem nicht so sein, kann ich nur empfehlen, dich näher zu informieren - du wirst deinen Augen kaum trauen! Genau das sollst du auch nicht, wenn dir im Fernsehen der weltweit operierende Pillendreher Bayer einreden möchte, der Magenkiller Aspirin sei die „Medizin deines Lebens“, oder wenn dich Onkel Doktors sorgenvolle Miene zu Krebsvorsorge, Grippe- und Zeckenimpfung oder AIDS-Test mahnt.

Stutzig machen sollte uns auch die mediale Panikmache rund um die Vogelgrippe…, und dass alle dazugehörigen Impfstoffe und Medikamente bereits ausverkauft sind, obwohl die Krankheit in Europa noch gar nicht ausgebrochen ist. Weder jener Papagei, der in England tot von seiner Stange fiel, noch der altersschwache sterbende Schwan vom Ostufer des Neusiedlersees waren mit Vogelgrippe infiziert - und dennoch ist es österreichischen Hühnern, Enten und Gänsen seit Wochen unter Androhung hoher Geldstrafen verboten, friedlich in der Erde zu scharren!?

Pharmakonzerne wie Aventis, Bayer oder Schering sind immer wieder in eine ganze Palette von Straftaten verstrickt - sie reicht von gefälschten Studien über Bestechung und unethische Medikamentenversuche mit häufig tödlichem Ausgang bis hin zur Finanzierung von Kriegen, um den Rohstoffnachschub zu sichern. Ärzte, die deren Produkte verschreiben, machen sich unbewusst zu Handlangern. Genau wie Konsumenten, die sie ohne nachzudenken schlucken.

Wem aber können wir noch trauen, wenn die Halbgötter in Weiß als Götzen des Mammons demaskiert wurden? Na, uns selbst. Der Blick hinter die Kulissen der kapitalistischen Marktwirtschaft mag gerade hier zunächst schmerzhaft sein - doch wo Bewusstheit entsteht, da wachsen auch ganz von selbst Gespür und Wissen darum, wer oder was uns wirklich helfen, heilen und aufrichtig informieren kann. Sind Heilpraktiker tatsächlich nur bessere Quacksalber, wie es uns die Schulmedizin glauben machen möchte? Sind sanfte Alternativen wie Naturheilkunde oder die Neue Medizin schon deshalb Humbug, weil es durch Werbeschaltungen bestochene Medien behaupten? Ist ein Schamane automatisch ein Scharlatan, weil er keinen weißen Kittel trägt? Finde es doch einfach selbst raus, indem du auch mal etwas anderem Lesestoff den Vorzug gibst (was du ja offenbar bereits tust), die Glotze ab- und deinen Forschergeist einschaltest. Denn es ist doch ganz simpel: Wer heilt, hat Recht.

Schwarzes Gold

Nur ein Wirtschaftszweig ist womöglich noch gieriger und rücksichtsloser in seinen Methoden, als der Medizinbetrieb - die Energie-Industrie. Unternehmen wie Agip, BP, Exxon Mobil (Esso), ÖMV, Shell und Total sind knietief in die Finanzierung von Bürgerkriegen und Waffenhandel verstrickt, kooperieren mit Militärdiktaturen in aller Welt, zerstören zu ihrem Vorteil die Lebensgrundlagen der Bevölkerungen in Fördergebieten, vernichten in großem Stil die Umwelt und torpedieren wichtige Klimaschutzmaßnahmen. Allein der letzte Punkt auf dieser Liste des Schreckens sollte schon genügen, um uns erkennen zu lassen, dass wir mit jeder Tankfüllung unseren eigenen Untergang finanzieren! Da brauche ich gar keine vermeintlichen Verschwörungstheorien zu bemühen; da wird es fast schon zur Nebensache, dass die Ereignisse des 11. September und die Kriege in Afghanistan und gegen den Irak ursächlich mit dem Schwarzen Gold zusammenhängen. Selbst den Hinweis, dass der internationale Terrorismus (wer immer ihn nun tatsächlich unterstützt und finanziert) entweder ein Ablenkungsmanöver der einen, oder schlicht die Antwort der anderen Seite auf Konflikte um die Ölreserven unserer Welt ist, kann ich mir eigentlich sparen. Und vom Wahnsinn der Kernkraft mit ihren Unfallrisiken und der nach wie vor völlig ungeklärten Frage um die Endlagerung ihres hochgiftigen Abfalls brauche ich gar nicht erst anzufangen. Lieber verweise ich nochmals darauf, wohin das umstrittene Öl und der giftige Strom wandern: in dein Auto und in meines, in unsere Heizungen, Lampen, Fernseher und Computer. Wir sind die Kunden. Für wen würden die Menschen in den Kriegsgebieten also sterben, wenn nicht für uns? Für unseren Lebensstil. Und wenn nicht irgendwann auch wir selbst daran umkommen wollen, ist es höchste Zeit, genau diesen Lebensstil zu hinterfragen! Nur als kleine Anregung: Ein Fahrrad hält fit, die öffentlichen Verkehrsmittel sind meistens besser als ihr Ruf und Fahrgemeinschaften im Auto gut gegen Langeweile…

Bewusst die Welt retten

Am Ende unserer gemeinsamen Exkursion in die Regionen des bewussten Verbrauchs stoßen wir auf jene fundamentale Wahrheit, die unsere Gesellschaft nicht akzeptieren mag: Wir leben in einem Überfluss, den es in Wahrheit gar nicht gibt. Wusstest du in diesem Zusammenhang, dass die Hälfte (!) aller Zeitschriften und Zeitungen im Kioskverkauf weggeworfen werden? (…übrigens mit ein Grund, warum es auch die WEGE größtenteils nur im Abo gibt! Anm.d.Red.) Bei Werbebeilagen sind es bis zu 90 Prozent, die ungelesen in den Müll wandern. All das ist kalkuliert, denn unsere Vertriebswege funktionieren nun mal so. Eine Hälfte der Menschheit nimmt der anderen die Lebensgrundlagen, um sie nur mal so wegwerfen zu können. Nur mal so holzen wir unsere Sauerstoff spendenden Wälder ab und hören weg, wenn „Umweltspinner“ vor katastrophalen Folgen waren. Damit das Orchester auf der Titanic laut genug spielen kann, dass wir die Todesschreie um uns nicht hören müssen, opfern wir auch noch die Ressourcen unserer Kinder.

Aber es ist noch nicht zu spät. Wir können unsere Lieblingszeitschrift ja auch abonnieren, wir können sogar neue, bessere und nachhaltigere Vertriebsstrukturen finden. Wir können uns vom blinden Konsum ab- und den Schönheiten des Lebens zuwenden. Ist gar nicht schwer, wir müssen es nur wollen. Wir können uns denen anschließen, die bereits aufgewacht sind und den Eisberg sehen. Bald werden wir genug sein, um das Ruder des Dampfers noch rechtzeitig herumzureißen!

Das Beste kommt wie immer zum Schluss: Wir brauchen auf gar nichts zu verzichten, auf das wir nicht verzichten wollen! Wer sich alle Folgen seines Handelns klar macht, der wird ganz von selbst die richtigen Entscheidungen treffen WOLLEN. Wir brauchen die Bewusstheit nur in unser Leben einzuladen und Schritt für Schritt zu trainieren, dann werden Eigenverantwortung, Glück und Zufriedenheit von alleine folgen. Wir können das Gefühl ablegen, finsteren Mächten ausgeliefert zu sein und unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Wir könnten uns fragen, ob der Spaß am Leben nicht erst (wieder) richtig anfängt, wenn wir den uns aufgezwungenen Verlockungen entsagen. Dann werden wir Erstaunliches feststellen: Die Menge an Konsum verhält sich tatsächlich oft umgekehrt proportional zum Spaß, den jemand im Leben hat. Machen wir uns das bewusst, wortwörtlich. Ganz bewusst können und werden wir die Welt retten. Ganz bewusst werden wir die Müllkippe wieder zum Paradies machen. Indem wir uns selbst retten, retten wir die Welt. Und indem wir die Welt retten, retten wir uns selbst. Aber wir sollten jetzt gleich damit anfangen. Denn: Wenn nicht du, wer dann? Wenn nicht heute, wann dann?

Michael Labiner
Jg. 1960, lernte Journalismus bei Tageszeitungen, leitete 11 Jahre lang einen eigenen Verlag für Computermagazine und startete ein Internet-Projekt in Costa Rica. In einer großen Lebenskrise fand er den Weg zu seiner spirituellen Wahrheit. Heute lebt er nahe München und arbeitet als freier Autor.

Kontakt: Michael.Labiner@gmx.de

Empfehlenswerte Internetseiten:
• www.markenfirmen.com

Bestellmöglichkeit für das Marken-Schwarzbuch, direkte Infos über einzelne Firmen, incl. Protestnoten
• www.corpwatch.org

Informationen und Hintergrundwissen über internationale Konzerne
• www.hrw.org

Eine der größten Menschenrechtsorganisationen der Welt
• www.saubere-kleidung.de

Informationen zu unsauberen Machenschaften der Textilindustrie
• www.bukopharma.de

Beobachtet seit 15 Jahren die Aktivitäten der Pharmaindustrie in der sog. Dritten Welt
• www.transfair.org

Bezugsquellen für Lebensmittel aus fairem Handel

(aus WEGE-Ausgabe 3/05 zum Schwerpunktthema "Neue Wirtschaft"?- mehr dazu unter www.wege.at)

 

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