Autogenes Training gehört zu den Techniken konzentrierter Selbstentspannung. Diese Selbstsuggestion erfolgt durch intensive, gefühlsbetonte Vorstellungen, die sich auf die Funktion des vegetativen Nervensystems beziehen und auf eine gesamtorganische Ruhigstellung abzielen.
Autogen heißt "selbst erzeugt", und das Wort Training deutet schon darauf hin, das man methodisch vorgeht und regelmäßig üben muss. Beim Autogenen Training unterscheidet man genau zwischen der Grund- und der Oberstufe , da beide in Art und Zielstzung differieren. Mit Entspannung ist stes die Grundstufe gemeint, die (ebenso wie bei Jakobsen) zu den Methoden gehört, die einfach und anspruchslos sind und daher von den meisten Menschen leicht erlernt werden können.
Die Oberstufe hingegen ist ein tiefenpsychologisches Konzept, das in teilweise meditativer Form mit anschließenden Assoziationen und klärenden Gesprächen Unterbewusstes zutage fördert und bearbeitbar macht. Sie ist daher ein aufdeckendes, analytisches Psychotherapieverfahren.
Als Entspannungsform wollen wir daher nur vom Autogenen Training Grundstufe sprechen.
Der Berliner Neurologe und Psychiater J. H. Schultz ging von der Hypnose aus. Er entwickelte daher eine Art Selbsthypnose, mit deren Hilfe man vor allem zweierlei erlernt:
- Sich zu entspannen und dadurch das System des vegetativen Nervensystems in eine Balance zu bringen,
- Danach wieder in eine gesunde mittlere Spannung zurückkehren, die leistungsfähiger und gelassener macht
Dieser Effekt wird durch fünf Autosuggestionen (Schwere-, Wärme-, Atem-, Herz, Leib/Stirnübung) einem anschließendem Verweilen in der Entspannung und einer wirkungsvollen "Rücknahme" (Arme fest, tief atmen, Augen auf) erreicht.
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