Die Elektroakupunktur (EAV) wurde vor ca. 40 Jahren von
dem deutschen Arzt Dr. Reinhard Voll entwickelt und ist eine schmerzlose
physikalische Messung der Akupunkturpunkte auf Händen, Füßen
und Gesicht. Bei der EAV wird nicht wie bei der Akupunktur mit
Nadeln gearbeitet sondern mittels eines elektronischen Meßgerätes
der Hautwiderstand an den Akupunkturpunkten gemessen. Auf Grund
der gefundenen Werte kann festgestellt werden, ob Meridiansysteme
im Körper gestört sind und welches die auslösenden
Faktoren für diese Störungen sind.
Erstellung eines Meßprofils:
Um ein Meßprofil erstellen zu können wird in der Hand
eine Elektrode gehalten und an der anderen Hand bzw. an den Füßen
gemessen. Die Messung erfolgt mit einem Meßgriffel und der
Wert kann sowohl akustisch als auch optisch an einer Meßskala
abgelesen werden. Optimal ist ein Meßwert von 50. Meßwerte
unter 50 stellen eine "Energieschwäche" dar, z.B.
Amalgambelastung im Bereich des Kiefermeßpunktes, Meßwerte
über 50 stellen ebenfalls eine Störung des Meridiansystems
dar, z.B. starke Belastung des Leber- bzw. Nieren-Blasenmeridians
bei Intoxikationen. Auch ein instabiler Meßwert, d.h. Zeigerabfall
stellt eine Störung des Meridiansystems dar.
In weiter Folge wird nun versucht gestörte Meßpunkte
auszugleichen und auf ihren Idealwert 50 zu bringen. Dies erfolgt
homöopathische Mittel und zwar durch Nosoden, Organpräperate
und Begleitmittel.
Wofür kann die EAV eingesetzt werden?
Messung von:
Fernstörungen von Herden im Zahn- und Kieferbereich
Unverträglichkeit von Zahnwerkstoffen
Amalgambelastung
Medikamentenverträglichkeit
Austestung von Mineralien, Vitamine und Spurenelementen
Impfschäden
Rezidivierende Infektionen des Hals-Nasen-Ohrentraktes
Resten von Infektionen von Bakterien, Viren, Pilzen
Allergien
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Narbenstörfelder
Geopathische Belastungen
Etc.....
Wie sieht die Therapie aus?
Entsprechend der zugrundeliegenden Diagnose erfolgt eine Ausleitungstherapie.
Diese setzt sich laut der klassischen EAV aus einer Potenzserie
von hömoöpathischen Mitteln zusammen, die in wöchentlichen
Abständen für eine Zeitraum von 10 Wochen als Tropfen,
Globuli,etc.. verabreicht wird. Eine weitere Möglichkeit
ist die Therapie mit Hochpotenzakkorden.
In jeden Fall wird die Therapie individuell auf die zugrundeliegende
Störung angepaßt.
Spätestens nach Ende jedes Behandlungszyklus ist eine Kontrolle
des Therapieverlaufs durch eine Nachmessung notwendig. Es empfiehlt
sich aber auch zwischendurch eine Kontrolle durchzuführen.
Wie lange dauert eine Messung?
Da bei der Erstellung des ersten Meßprofils auch ein ausführliches
ärztliches Gespräch und eine genau Anamnese erhoben
wird und eine Messung an allen Punkte an Händen und Füßen
durchgeführt wird, sind dafür ca. 1-1,5 Stunden erforderlich.
Die Kontrollmessungen dauern im Durchschnitt zwischen 30-45 Minuten.
Die EAV ist kombinierbar mit allen alternativmedizinischen Methoden,
allerdings ist es notwendig dem Arzt vor Therapiebeginn die angewandten
Behandlungsmethoden mitzuteilen, um diese aufeinander anstimmen
zu können.
Was ist während der Therapie zu beachten?
Vor allem am Therapiebeginn sind Erstreaktionen zu beobachten,
wie z.B. Kopfschmerzen, Veränderung der Verdauung, kurzzeitige
Verschlechterung der Beschwerdesymptomatik. Diese Erstverschlimmerung
kann als Reaktion des Organismus auf die Ausleitungstherapie gewertet
werden und sollten nach den ersten 24-72 Stunden beendet sein.
Weiters von Bedeutung ist die Tatsache, daß während
genügend Flüssigkeit getrunken werden soll, ca. 2-3
Liter pro Tag, wobei auf Kaffee und kaffeehältige Getränke
weitgehend verzichtet werden soll, da diese die Ausleitungstherapie
negativ beeinflussen können.
Buchtipp:
Reinhold Voll: Medikamententestung, Nososdentherapie und Mesenchymrektivierung,
3. Auflage, Medizinisch Literarische Verlagsgesellschaft MBH,
Uelzen
Reinhold Voll: Diagnostik und Therapie mittels elektroakupunktur
und Medikamententestung, 4. Auflage, Medizinisch Literarische
Verlagsgesellschaft MBH, Uelzen