Farben geben ihre energetischen Informationen dauerhaft an die
Umgebung ab. Damit ist der Mensch in einer anhaltenden Kommunikation
mit ihnen und wird von ihren Schwingungen ab seiner Geburt permanent
beeinflusst.
Er nimmt die spezifische Kraft aber nicht nur über die Augen,
sondern ebenso über die Haut auf. Sogar die Farbe der Bettwäsche
zum Beispiel, hat einen körperlich spürbaren und messbaren
Einfluss auf den Körper, obwohl hier die Farbe nicht durch
das Tageslicht reflektiert wird. Sie wirken je nach Farbe über
ihre spezifische Wellenfrequenz. Deshalb können auch blinde
Personen Farben durchaus klar über ihren gut ausgebildeten
Spürsinn unterscheiden.
Sie stehen eng mit psychischen Stimmungen in Verbindung, da Farbimpulse
über die rechte (intuitive) Gehirnhälfte verarbeitet
werden. Dadurch fühlen sich viele Frauen oder künstlerisch
begabte Menschen zu der Beschäftigung mit Farben hingezogen.
Farben wurden in allen alten Kulturen als eigene Heilmethode und
persönliche Ausdrucksmöglichkeit verwendet. Im alten
Ägypten zum Beispiel, konnte man sich in Heiltempel begeben,
wo der Innenraum durch farbige Tücher vor den Fenstern, in
die einzelnen Regenbogenfarben getaucht wurde. Pro Farbe gab es
einen eigenen Tempel, also insgesamt 7 Gebäude. Oder es wurden
bestimmte Farben ganz gezielt gegen unterschiedliche Krankheiten
oder Stimmungen eingesetzt. Dazu wurden Bandagen eingefärbt.
Die Eselsbrücke "roggbiv" entsteht, wenn man die
Anfangsbuchstaben aneinander reiht. So kann man sich die richtige
Reihenfolge der Regenbogenfarben leichter merken.
ROGGBIV: Rot - Orange - Gelb - Grün - Blau - Indigo - Violett
Die Kultur der Mayas nutzten die Aussagekraft der Farben, um Zeitzyklen
darzustellen. Dadurch konnte die Qualität von Zeit und die
Individualität von Menschen besser definiert werden.
Auch das traditionelle Feng-Shui bezieht sich sehr stark auf spezifische
Farbaussagen, die aber der eigenen Kultur angepasst sind, was
manchmal etwas verwirrend für Europäer ist.
Alte Überlieferungen der Essener (Urchristentum) besagen,
dass rituelle Ölungen mit Farbölen vorgenommen wurden.
Auch in unserer modernen Gesellschaft gibt es verschiedene Strömungen,
die sich mit dem Thema Farbe sehr gezielt beschäftigen (Werbung,
Marketing, ...). Da wäre zum Beispiel die nüchterne
Geschäftswelt, die Farben so weit wie möglich minimiert,
um möglichst neutral und souverän zu wirken. Was, wie
wir alle wissen, zu einer langsamen emotionalen Verarmung führen
muss. Um das entstandene Energiedefizit wieder auszugleichen,
werden, so paradox das klingen mag, immer häufiger Farben
als Therapie eingesetzt, um wieder ein harmonisches Gleichgewicht
im Menschen herzustellen.
Eine besonders spektakuläre und moderne Art der Farbtherapie
durch Farblichtbestrahlung sind große Bühnenshows.
Ohne den gezielten Einsatz von Farbelementen, ja ganzen Choreographien
wären die Events nur halb so eindrucksvoll. Farben gehören
einfach dazu.
Weitere Farbtherapie-Möglichkeiten unserer Zeit sind: Farbakupunktur,
Farblicht-Bestrahlung, Aura-Soma Essenzen, Kunsttherapie, Farbmeditationen,
u.v.m.
Sogar aus unserem Wortschatz ist Farbe nicht wegzudenken. Wir
beschreiben nach wie vor viele Dinge mit Farbdefinitionen. Das
bedeutet, dass es allgemein unbewusste Farbprägungen innerhalb
der Kulturen gibt. Z.B. ROT vor Wut, die ROSA Brille, GRÜN
vor Neid, BLAUER Montag, ... . Auch bei gefühlsmäßigen
Umschreibungen werden verschiedentlich Farbendefinitionen verwendet,
wie z.B. das warme GELB der Sonne, BLAU wie der Himmel, das tiefe
GRÜN des Waldes, ... .
Die tiefe Verbundenheit der Kulturen mit Farben wurzelt im angeborenen
Farbsinn des Menschen. Dahinter scheint eine innere Sehnsucht
nach lichtvollen Schwingungsfrequenzen zu stehen, die Farben zu
einer emotionalen Nahrungsquelle für uns werden lässt.
Bei der Beobachtung von Kindern und Erwachsenen fällt auf,
dass dort, wo noch unbändige Lebenslust vorherrscht, Farben
"mutiger" und ziemlich spontan verwendet werden. Wenig
bis gar nicht angepasst an Modetrends, Stilberatungen oder gesellschaftlichen
Normen werden oft kühne Farbkombinationen bevorzugt.
Dieser Farbsinn in Verbindung mit langsam erwachendem Urwissen,
erklärt die bewusste Rückkehr zu der Kraft der Farben.
Dabei zeigt es sich, dass jeder Einzelne einen ganz individuellen
Zugang zu ein und der selben Farbe besitzt. Jeder wählt im
optimalen Fall die Farbe, die er entweder benötigt, um einen
energetischen Ausgleich zu erreichen oder mit der er sich identifiziert,
also seine Eigenschwingung verstärken möchte.
Allerdings ist leider diese, an und für sich angeborene Weisheit,
wie auch viele andere Instinkte, durch unsere abgestumpften Sinne
verkümmert. Dann werden leider Farben gewählt, die bestehende
Problematiken noch verstärken.
Das ist zwar nicht falsch, im Hinblick auf die persönliche
Entwicklung. Denn dadurch wird natürlich die Imbalance klar
vor Augen geführt. In manchen Krankheitsfällen ist das
aber eher kontraproduktiv und belastend für eine schnelle
Genesung. Z.B. wenn Leute, die unter Bluthochdruck leiden, sich
zu Rot hingezogen fühlen und es viel als Kleidungsfarbe tragen.
Hitzewallungen, Herzklopfen und Schweißausbrüche sind
dann für Farbenkundige kein Wunder mehr.
Dieses intuitive Urwissen kann jedoch jederzeit durch gezieltes
Farbtraining reaktiviert werden. Ich nenne es sogar FARBEN-SPRACHKURS,
denn es ist im Grunde genommen, eine eigene Sprache, die wir wieder
ins Bewusstsein bringen sollten.
Allerdings nicht so wie gewohnt, hauptsächlich über
Definitionen, die man nachliest oder auswendig lernt, sondern
als bewusstes Intuitionstraining, das das eigene Urwissen wieder
abrufbar macht. Nur so können wir uns unseren natürlichen
Zugang zur Heilkraft der Farben wieder erschließen. Meine
innerste Überzeugung, dass alle theoretischen Ansätze,
Farben verstehen zu wollen, zum Scheitern verurteilt sind, wird
durch folgende Zitate auf poetische Art bestätigt:
"Der Newton´sche Irrtum steht so nett im Konversationslexikon,
dass man die Oktavseite nur auswendig lernen darf, um die Farbe
fürs ganze Leben los zu sein." - Johann Wolfgang von
Goethe
"Die Sprache der Farben ist eine Sprache der Empfindungen
und der Gefühle." - Prof. Dr. Max Lüscher
Psychologisch lässt also der menschliche Umgang mit Farbe
auf die Verbindung zur emotionalen Ebene schließen. Anhand
der Häufigkeit psycho-somatischer Erkrankungen wird wahrscheinlich
klar, dass der rational ausgerichtete Mensch viel stärker
von Gefühlen beeinflusst wird, als man lange Zeit überzeugt
war.
Die sinnlichen Eindrücke von Farben, wie auch Musik und Gerüche,
werden direkt in das Unterbewusstsein geschleust und aktivieren
auch jene Abschnitte des Gehirns, die für die Speicherung
der ältesten Sinneseindrücke zuständig sind. Deshalb
erinnern wir uns oft spontan an Kindheitserlebnisse und haben
sogar Zugang zu den damaligen Gefühlen, die damit verbunden
waren.
Die ganzheitliche Lebensweise bezieht die Heilkraft der Farben
schon alleine deshalb bewusst in den Alltag mit ein, weil dadurch
Einiges "bunter" wird im Leben. Und seien wir doch ehrlich,
im Grunde genommen, geht es in erster Linie um harmonische Lebensqualität,
nach der wir uns sehnen. Da uns Farben auf Schritt und Tritt begleiten,
sind sie genial dafür geeignet.
Spielen Sie doch mit sich einmal das Spiel aus Kindertagen: "Ich
seh, ich seh, was Du nicht siehst, und das ist ... !" (Farbe
aussuchen, Blick nach dieser Farbe schärfen und Umgebung
absuchen) So kann man bei einem Grünmangel z.B. grüne
Verkehrsampeln "trinken" oder bei Sonnenmangel die gelben
Häuserfassaden und Werbeplakate "aufsaugen".
Wie Sie schon merken, animieren Farben förmlich zu kreativen
Experimenten. "Bunte Menschen" sind lebendige Menschen!
Beobachten Sie am besten selbst:
LEBEN MIT FARBEN MACHT LEBENdig!
Buchtipps:
.) "Das Wunder der Farbheilung" / Vicky Wall / Verlag
Lichtstern / ISBN 3-929345-00-5
.) "Farbtherapie" / Christa Muths / Verlag Heyne / ISBN
3-453-09371-2
.) "Das Farben Energiebuch" / Waltraud-Maria Hulke /
Verlag Windpferd / ISBN 3-89385-095-3