Welches Kraut passt zu mir?
Kräuter und Gemüse, die uns durch
das Jahr begleiten und gesund erhalten
"Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen" - Diesen
Spruch kennen wir alle.
Schon früh kam ich mit der Wirkung von Heilkräutern
in Kontakt. Sehr lebhaft ist mir meine erste bewusste Begegnung
mit dem Johanniskraut in Erinnerung. Als Kind hatte ich eine Katze.
Einen kräftigen Kater, der - da wir am Land wohnten - oft
im Wald herumstreunte. Einmal kam er von seinem Ausflug mit einer
schweren Schussverletzung nach Hause. Wir reinigten und verbanden
die Wunde. Trotzdem kam es zu einer Entzündung. Ich klagte
meine Sorge einer Frau, die oft bei uns war, und von der ich wusste,
dass sie viel von Kräutern verstand.
Sie brachte mir ein rotes Öl. Das Öl roch zwar unscheinbar,
aber die Wunde meines verletzten Katers heilte rasch ab. Oft habe
ich dieses Johanniskrautöl bei kleineren und größeren
Verletzungen mit großem Erfolg verwendet - vor allem bei
Verbrennungen. Diese Dame wurde meine erste Lehrerin in Bezug
auf Heilpflanzen. Von Ihr lernte ich: Wie und wann man Kräuteröle
einsetzt; dass Pflanzen zu bestimmten Zeiten die beste Heilwirkung
haben; dass Pflanzensuchen eine sehr stille Tätigkeit ist;
wie man sie aufbewahrt und vieles mehr.
Jahre später lernte ich auch das energetische Feld von Lebewesen
spüren. Noch heute fasziniert mich, wie stark die Unterschiede
des Aurafeldes von Pflanzen sein können.
Jedes Jahr sammle ich Heilpflanzen für meine Tees. Das erstaunliche
ist, dass Pflanzen rufen können "Hey! Pflück mich,
du kannst mich später gut gebrauchen." Die innere Führung
zeigt uns, welche Pflanze der Körper braucht, - vielleicht
erst Monate später. Aus diesem Grund finde ich es sehr wertvoll,
die Kräuter für Tees selbst zu sammeln. In der Umgebung
von Wien wachsen eine Vielzahl von Heilkräutern. Sie wachsen
an Plätzen, welche sie selbst gewählt haben. An Plätzen,
wo sie die optimalen Bodenbedingungen und das energetische Umfeld
vorfinden. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum kommerziellen
Pflanzenanbau. In der freien Natur kann man sich auch besser auf
die Schwingungen der Pflanze einlassen und selbst herausfinden,
welches Kraut gerade passend ist.
Zu jeder Jahreszeit ist unser Körper mit neuen Herausforderungen
konfrontiert. Immer besteht die Möglichkeit, dass der Körper
sich reinigt. Wir nennen dies dann Krankheit. Krankheiten sind
Phasen der Ruhe. Freiwillig geben wir ja keine Ruhe. Haben wir
aber Fieber, Husten, Schnupfen, Kreuzschmerzen oder sonst ein
Leiden, dann beginnen wir endlich einen Gang zurückzuschalten.
Dabei ist dies meist nicht notwendig so wir ein paar Dinge prophylaktisch
tun, um unseren Körper und Geist die Chance zu geben sich
zu reinigen.
a) Täglich Bewegung an der frischen Luft machen.
b) Belastende Gedanken, negative Gefühle sofort abstellen
und den Geist neu mit positiven Inhalten ausrichten.
c) Die fünf Gifte - Anhaftung, Hass, Eifersucht, Trauer,
Ignoranz - so rasch als möglich durch Gelassenheit neutralisieren.
Diese Punkte sind unerlässlich zur Gesunderhaltung. Hier
nun für die jeweiligen Jahreszeiten 10 Helfer aus der Schatzkammer
von Mutter Natur. Wenn Sie drei Hinweise täglich anwenden,
lohnt es ihr Körper mit mehr Gesundheit und Lebensfreude.
Herbst/Winter
1. Täglich einen Apfel essen.
2. 3 Wochen lang täglich morgens den Saft einer Zitrone in
¼ l Wasser und 1 TL Honig trinken.
3. 3 Wochen lang täglich Krenwasser trinken: 4 Scheiben Kren
über Nacht in Wasser legen und morgens nüchtern trinken.
Die Scheiben können 2-3x verwendet werden.
4. Quitte in Form von Quittenbrot, Quittengelee oder Quittensaft
genießen.
5. Hagebutten sooft als möglich frisch vom Strauch essen.
Nach dem ersten Reif hängen sie butterweich am Strauch und
warten nur darauf gepflückt zu werden; oder als Marmelade
oder Saft.
6. Kornelkirschensaft oder -marmelade verspeisen.
7. Mispeln als eigene Mahlzeit essen, solange sie zu haben sind.
8. 3 Wochen täglich 1/8 l rote Rübensaft frisch gepresst
trinken.
9. Schlehendornsaft trinken oder -marmelade essen
10. Sprossen von Klee, Getreide, Kichererbsen, Bohnen, Linsen,
Kresse, etc. ankeimen lassen und roh verspeisen.
Diese einfachen kostengünstigen Tipps sind für alle
Menschen leicht umsetzbar. Probieren Sie es! Wie leicht es geht,
vorbeugend etwas für die Gesundheit zu tun.
Frühjahr/Sommer
Zu Frühjahrsbeginn ist die klassische Zeit den Körper
von den Ablagerungen der dunklen Zeit zu reinigen. Da es draußen
kalt und dunkel war, hatte man kaum Lust sich im Freien aufzuhalten.
Die eine oder andere Speckfalte hat sich angesetzt, der Teint
der Haut ist durch den Sauerstoffmangel vielleicht nicht mehr
ganz so strahlend. Hierzu ein paar Tipps, wie Sie mit Hilfe des
Pflanzenreichs ihren Körper reinigen und damit verjüngen
können. Die Kraftspender aus dem Pflanzenreich helfen außerdem
dem Immunsystem seiner Aufgabe besser nachzukommen.
1. Sooft sich die Gelegenheit bietet frischen Brennnesselspinat
oder -suppe essen. Wenn die Menschen wüssten, wie gesund
Brennnesseln sind, würden sie diese statt Gemüse anbauen.
2. Sooft als möglich frischen Bärlauch aufs Brot geben
- schmeckt köstlich und reinigt den Darm und das Blut.
3. Sooft sich die Gelegenheit bietet Blüten und Blätter
der Primeln, Veilchen, Himmelschlüssel, Gänseblümchen
oder Löwenzahn essen. Eine Geschichte sagt, wenn man dies
oft tut, lernt man die Sprache der Vögel und Tiere verstehen.
4. Selber Kresse ziehen und 1 Woche täglich 2 EL Kressetriebe
essen.
5. 1 Woche täglich 20 dag Himbeeren, Brombeeren oder Ribisel
essen.
6. Sooft sich die Gelegenheit bietet 3 Wipferl, solange man sie
noch mit den Fingern zerdrücken kann, von der Föhre,
Lärche, Fichte oder Tanne essen.
7. Sooft sich die Gelegenheit bietet frische Triebe von Buche,
Birke, Hasel oder Eiche essen.
8. So Sie eine Birke Ihr Eigen nenne, diese, sobald der Saft hochsteigt,
anzapfen und 1 Woche täglich 1/8 l Birkenwasser trinken.
9. Sooft als möglich ¼ l frisch gepressten Karotten-
oder Apfelsaft trinken oder 1 Apfel und 1 Karotte frisch essen.
10. 3 Wochen lang morgens Wasser trinken, in dem über Nacht
ein gut gereinigter Bergkristall gelegen ist.