Am besten mit Wohlbefinden ü bersetzt, wird mittlerweile in den allgemeinen Sprachgebrauch ü bernommen und von jedermann verstanden. Doch - verstehen wir wirklich den Begriff Wellness, das System Wellness, die Philosophie Wellness? Im Wienerischen gibt es den Begriff "ich lasse es mir gutgehen", d.h. ich g ö nne mir etwas, was ich mir sonst nicht leisten kann oder will, wozu ich sonst keine Zeit habe. Dies kann eine Ayurveda-Massage sein, es kann eine Stressberatung erfolgen, es kann ein Qi-Gong-Kurs interessant sein, es kann eine Aqua-Relaxing-Einheit sein - der M ö glichkeiten gibt es viele. Es kann aber auch Wellness sein, wenn ich zum ersten Mal beginne, auf meinen K ö rper zu h ö ren. Wenn ich die Signale, die mein K ö rper aussendet, lesen kann, wird meist Wellness herauskommen. Ob es jetzt rein k ö rperlicher Natur ist, ob es jetzt ein Entspannungsprogramm ist oder ob es eine Farb- und Stilberatung ist, ist letztlich egal. Mir als Kunden muss es guttun, mir als Kunden soll eine Verbesserung meines Wohlbefindens bringen. Und wenn m ö glich, sollte ich als Kunde diese Verbesserung mit in den Alltag nehmen k ö nnen. Ein provokanter Ansatz ist folgender: in Italien zum Beispiel ist dieser Begriff v ö llig unbekannt. Warum? Weil dort Wellness ein Bestandteil des t ä glichen Lebens ist (Pausen, Leben nach der inneren Uhr, Geselligkeit, Familie, Genuss, Essen, Trinken, Schlaf, Sex) - bei uns hat man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man sich am Arbeitsplatz eine kurze Auszeit genehmigt, seinen Gedanken nachh ä ngt oder auch nur die Arme durchstreckt. Wellness w ü rde auch hei ß en, dass wir uns wieder eine Mittagspause g ö nnen, die diesen Namen verdient hat, dass wir uns im B ü ro so wohlf ü hlen, dass es keine Bauchkr ä mpfe gibt, dort zu arbeiten. Wellness hei ß t auch, dass wir unsere Mitbewohner sozialhygienisch pflegen, dass wir auf eine ausgeglichene Stimmung in uns und um uns achten. Und all das kann man lernen, ganz einfach, relativ schnell und unkompliziert.