Hebammen der älteste Frauenberuf

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Das "Aus" für Hebammen?

Hebamme ist der älteste Frauenberuf der Welt. Doch jetzt droht den an die 2500 freiberuflichen Geburtshelferinnen in Deutschland das aus. Hierfür gibt es vorwiegend zwei Gründe: 1. Viele Hebammen können sich die vorgeschriebene Haftpflicht-Versicherung nicht mehr leisten und 2. soll die Gruppenhaftpflichtversicherung des Deutschen Hebammenverbandes eingestellt werden.

Natürliche Geburt

Viele Frauen wünschen sich eine natürliche Geburt, frei von Ärzten und außerhalb von Krankenhäusern. Speziell in ländlichen Regionen, aber auch immer öfter in der Stadt, werden deswegen Hebammen konsultiert. Allein in Deutschland werden Jährlich in etwa 680.000 Kinder mit Hilfe einer Hebamme geboren. Doch dies könnte in der nächsten Zeit immer schwieriger werden, denn die Kosten für die Haftpflichtversicherung steigen immer höher.

Hebammen-Versicherungsprämie steigt immer höher

Die Hebammen-Versicherungsprämie wurde in den vergangenen Jahren mehrfach angehoben, obwohl sich das Gehalt der Hebammen nicht merklich änderte. Erst im Juli 2015 ist die Haftpflichtprämie wieder angehoben worden. Der deutsche Hebammenverband befürchtet jetzt einen weiteren Rückgang bei der Geburtshilfe.

Zum 1. Juli 2015 ist die Haftpflichtprämie für freiberufliche Hebammen erneut um bis zu 23 Prozent angestiegen. Freiberuflich in der Geburtshilfe tätige Hebammen müssen jetzt jährlich 6.274 Euro für ihre Haftpflicht bezahlen. Bereits in der Vergangenheit konnten viele Hebammen die steigenden Haftpflichtkosten aufgrund anhaltend niedriger Vergütung nicht mehr erwirtschaften. Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) weist anlässlich der erneuten Prämiensteigerung am 1. Juli auf die anhaltend schwierige Lage freiberuflich tätiger Hebammen hin.

Vergütung und Versicherung

Freiberufliche Hebammen haben nach wie vor keine längerfristige Planungsgrundlage bei Vergütung und Versicherung. Aktuell müssen sie die Haftpflichtsteigerung ab Juli zusätzlich alleine tragen, da ein Ausgleich durch die gesetzlichen Krankenkassen vorerst nicht erfolgt. Die Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband dazu sind erst kürzlich gescheitert. Der Hebammenverband befürchtet einen weiteren starken Rückgang bei der freiberuflichen Geburtshilfe. Seit Juli sind nur noch 2.348 freiberuflich in der Geburtshilfe tätige Hebammen beim Hebammenverband versichert. Die Anzahl sinkt bereits jetzt, obwohl der DHV steigende Mitgliedszahlen aufweist aufgrund des Angebots der letzten bestehenden Gruppenhaftpflichtversicherung für Hebammen. Auch bei Hebammenleistungen wie der Wochenbettbetreuung fehlen mittlerweile deutschlandweit Hebammen.

Wann kommt das Ende der Prämienspirale?

"Ein Ende der Prämienspirale ist nicht abzusehen“, meint Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Wir betrachten mit Sorge, wohin die Geburtshilfe in Deutschland steuert. Wenn überall Hebammen und auch freiberufliche Gynäkologinnen und Gynäkologen fehlen, gibt es keine sichere Geburtshilfe mehr für Frauen und ihre Kinder“, so Martina Klenk. Eine zunehmende Technisierung in Kreißsälen kann medizinisches Personal nicht ersetzen. Weiterhin ist die intensive Betreuung einer Hebamme für eine Gebärende der wichtigste Faktor für einen guten Geburtsverlauf. Die Wahlfreiheit des Geburtsortes für Mütter und Eltern ist in vielen Regionen bereits jetzt nicht mehr gegeben. Ein weiterer Rückgang der freiberuflichen Geburtshilfe bedeutet nicht nur, dass weniger Geburten in Geburtshäusern oder zu Hause erfolgen können. Auch in den zahlreichen Kliniken, die mit freiberuflichen Hebammen – sogenannten Beleghebammen – arbeiten, zeigen sich bereits Auswirkungen: In vielen Kreißsälen sind Stellen nicht mehr besetzt. Erste Kreißsäle mussten bereits zeitweise die Geburtshilfe einstellen oder schließen ganz.

Gibt es schnelle Lösungen?

Eine schnelle Abhilfe ist nach Ansicht des Hebammenverbandes nicht in Sicht. Zwar wurden Gesetzesvorhaben wie der Sicherstellungszuschlag und ein eingeschränkter Regressverzicht bei Kranken- und Pflegekassen mittlerweile verabschiedet. Deren Ausgestaltung ist jedoch derzeit offen und ihre Wirksamkeit deshalb unklar. Hebammen haben damit nach wie vor keine Sicherheit für die Planung ihrer freiberuflichen Tätigkeit. „Wir hätten schnell Hilfe benötigt“, so Katharina Jeschke, Präsidiumsmitglied und Verhandlungsführerin des DHV. "Die Hinhaltetaktik des GKV-Spitzenverbands in den Verhandlungen ist unerträglich und verweigert Hebammen die Hilfestellungen, die sie dringend brauchen.“

Keine Einigung mit Krankenkassen

Aktuell konnte zum regulären Ausgleich der Steigerungen der Haftpflichtprämie keine Einigung mit den Krankenkassen gefunden werden, da der GKV-Spitzenverband nicht gesetzeskonforme Vorschläge durchsetzen möchte. Diese Entscheidung muss jetzt von der Schiedsstelle getroffen werden. Eine Einigung zum Sicherstellungszuschlag mit den gesetzlichen Krankenkassen konnte auch nach monatelangen Verhandlungen nicht erzielt werden. Der Grund sind Ausschlusskriterien für Hausgeburten, die der GKV-Spitzenverband pauschal einführen möchte. Die bisherige Praxis in Geburtshäusern hat den Willen der Frau und die fachkompetente Entscheidung der Hebamme in die Entscheidung einbezogen, ob eine Hausgeburt bei vorliegenden medizinischen Befunden möglich ist. Dies wurde vereinbart, da eine Gefährdung bei derzeit vorliegenden Ausschlusskriterien bisher nicht wissenschaftlich beweisbar ist. Da der Spitzenverband diese Praxis verändern möchte, sind die Verhandlungen mittlerweile gescheitert und die Schiedsstelle wurde dazu angerufen. Das bedeutet monatelange Verzögerungen bei den finanziellen Ausgleichszahlungen und der vereinbarten fünfprozentigen Vergütungssteigerung für Hebammen.

Juli 2016: Das Jahr an dem der älteste Frauenberuf in Deutschland sein Ende findet?

Nach einem Bericht vom versicherungsarchiv.de vom 24. Juli 2015 zufolge kündigt sich für Juli 2016 dennoch das Ende für den Berufsstand Hebamme in Deutschland an. "Zu dieser Zeit wird die Gruppenhaftpflichtversicherung des Deutschen Hebammenverbandes eingestellt. Den freiberuflich tätigen Hebammen wird ab dann keine Versicherung mehr gewährt. Dies gleicht einem Berufsverbot, da 60 Prozent der Hebammen in Deutschland freiberuflich arbeiten, oft zusätzlich zu einer Festanstellung.

Man kann keineswegs behaupten, dass jemand mutwillig das Ende eines gesamten Berufsstandes anstrebt, jedoch wird auch nicht gezielt etwas gegen die bedrohliche Situation unternommen. In den kommenden 12 Monaten muss aber eine Lösung geben, sonst gibt es zukünftig in Deutschland keine Hebammen mehr. Die Maßnahme des Gesundheitsministers, den Hebammen Zuschüsse zu zahlen, wird jedoch nicht ausreichen. Denn es ist durchaus möglich, dass sich die Beiträge der Haftpflichtversicherung nicht stabilisieren und sich kontinuierlich erhöhen. In jedem Fall muss eine Berufshaftpflicht für Ärzte gewährleistet sein, da die Verantwortung in diesem Beruf enorm ist."

Lösungsbeispiele aus Österreich und den Niederlanden

In dem Bericht vom versicherungsarchiv.de heißt es weiter: "Ein weiterer Lösungsansatz, der sich bereits in den Niederlanden und Österreich durchgesetzt hat und von den Grünen und der Linkspartei gefordert wird, sind Haftpflichtfonds. In Österreich ist von den Hebammen eine Haftpflichtpauschale von 100 Euro im Jahr zu zahlen und der Rest wird vom Staat zugesteuert. Wenn das durchgesetzt wird, würde die Geburtshilfe als eine gesamtgesellschaftliche Angelegenheit gewürdigt werden und von der Wirtschaftlichkeit losgelöst sein."

Weiterführende Informationen und Dokumente:

Info Versicherung (Österreich) - Information über die vom Österreichischen Hebammengremium organisierten Gruppenversicherung (Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung)
http://www.hebammen.at/media/InterInfoV2014.pdf

Beitrittserklärung Haftpflichtversicherung
http://www.hebammen.at/media/Beitritt-H-Net.pdf

Beitrittserklärung Rechtsschutzversicherung
http://www.hebammen.at/media/Beitritt-R-Net.pdf

Ein Artikel von Hebammen Österreich

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