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Krafttier - Pirol Artikel

Krafttier - Pirol

"Wahrheit"

Wie ein Gast aus den Tropen mutet der knapp amselgroße Pirol an. Vor allem das Männchen mit seinem leuchtend gelben Gefieder fallt auf. Das Weibchen erinnert an einen Grünspecht. Der Pirol lebt im Sommer in dichten Laub-, Misch- und Auwäldern. Zu Gesicht bekommt man den scheuen Vogel kaum, denn er hält sich fast ausschließlich in den dichten Kronen der Bäume auf.

 

 

Im Licht der Sonne, zwischen den sonnengetränkten, obersten Blättern der Bäume ist er mit seinem auffallenden Federkleid hervorragend getarnt. Sein kunstvoll geflochtenes Nest hängt er in einer Astgabel auf. Der Pirol ist nicht gerade ein sehr häufiger Vogel, aber er kommt doch in ganz Europa, sogar bis nach Indien vor. Bevorzugt sind die gemäßigten Zonen und auch die Nähe von Wasser. Der Pirol ernährt sich von Insekten, Raupen, Schmetterlingen und auch sehr gern von Beeren. Mit Vorliebe verspeist er Kirschen und andere Früchte.

Er ist ein begnadeter Sänger mit einem breiten Repertoire an Rufen und Flötentönen. Dabei erinnern einzelne Strophen an den Eichelhäher, andere an Amselgesang und wieder andere tönen ähnlich wie beim Falken. Sein oft zu hörender Ruf „düadlüo“ hat ihm den Namen Bülow-Vogel eingebracht. Auch der französische Name Loriot und der lateinische Name Oriolus leiten sich von seinem typischen Gesang ab.

 

Krafttier Botschaft Pirol

Der Pirol fordert uns auf, unser Fühlen und Denken auf eine hohe, reine Ebene der Urteilsfreiheit zu heben. Die Tatsache des Fühlens und des Denkens sollte unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen und nicht das ’Was fühle ich?’, das ’Was denke ich?’. Denken und Fühlen sind ein Ausdruck unserer Prägung. Eigene Erfahrungen prägen uns und durch die eigenen Geschichten und durch die Umwelt werden wir beeindruckt. Diese Eindrücke, diese Prägungen sind wie Fenster, durch welche die reine, ursprüngliche Energie ins Bewusstsein strömt. Die Energie nimmt beim Durchströmen diese Muster und die Tönung an. So wie Sie die Dinge sehen, sind diese daher nur für Sie allein gültig. Der Pirol fordert Sie auf, den Blickwinkel einmal zu ändern und sich vorzustellen, dass andere eine ihnen eigene Prägung haben, eine Erfahrung, die in deren Leben auch aus deren eigenen Wahrheiten entstanden ist. Wie bei Ihnen selbst ist die Wahrnehmung der anderen Menschen auch durch ihre Muster gefärbt und wird ebenso als einzige Wahrheit erlebt.

Wenn der Pirol aus seiner verborgenen Welt aufgetaucht ist und Sie auf sich aufmerksam gemacht hat, will er Sie aufmerksam machen, dass Sie dieses geprägte Fühlen, dieses geprägte Denken verlassen sollen, dass Sie sich hinauf schwingen sollen, auf die Ebene, wo Fühlen reines Empfinden und Denken, ein reines Reflektieren ist. Vielleicht sind Sie gerade dabei, aus Ihrer Wahrheit Projektionen auf andere Menschen zu übertragen. Sie gehen von Ihrem Gefühl aus und interpretieren das Verhalten eines anderen Menschen aus der Annahme heraus, dass dieser dasselbe Grundgefühl hat wie Sie. Vielleicht erachten Sie sich selber als sehr intuitiv und sind überzeugt, dass Sie merken, wie es um den anderen steht, dieser sich jedoch vor der Wahrheit verschließt. Vielleicht hassen oder lieben Sie jemanden und werten alle negativen oder positiven Zeichen, die diese Person Ihnen vermeintlich gibt, auf Grund Ihrer Gefühle. Es ist selten sinnvoll, so von den eigenen geprägten Mustern aus nach der Wahrheit anderer zu suchen.

Der Pirol ermuntert Sie eindringlich, sich doch wirklich von dem Wunsch oder gar Zwang zu lösen, andere in ihrem Fühlen und Denken zu ergründen. Ergründen Sie die Wirklichkeit hinter Ihrem Fühlen und Denken. Sollten Sie sich in den oben erwähnten Zeilen erkannt haben, fragen Sie sich, warum es Ihnen so wichtig ist zu wissen, wie der andere fühlt und denkt? Was ist die eigene Botschaft in diesem Wunsch, was möchten Sie damit für sich erreichen? Wenn Sie sich betrachten, wenn Sie sich in die Welt, die Sie umgibt, einfügen und erspüren, welchen sozialen Platz Sie darin wirklich haben, werden Sie nahe daran sein, sich selber gerechter zu werden. Fühlen Sie! Verfolgen Sie damit aber nicht den Zweck, etwas zu erreichen. Fühlen soll eine Bereicherung sein, die die tatsächliche Erfahrung vertieft. Denken Sie! Versuchen Sie aber mit Ihrem Denken nicht anderen auf die Schliche zu kommen. Denken soll dazu dienen, Erkenntnisse aus den eigenen tatsächlichen Erfahrungen zu ziehen.

 

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch "Tierisch gut - Tiere ein Spiegel der Seele" von Regula Meyer









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