Ich verwende Techniken der Integralen Körperpsychotherapie, um frühe Muster im Körper und Unbewussten zu erkennen und zu verändern.
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Somatic Experiencing (SE) ist eine körperorientierte Methode zur Behandlung von Traumafolgen, die vom amerikanischen Psychologen Dr. Peter A. Levine entwickelt wurde. Im Mittelpunkt steht die Wahrnehmung und Regulierung körperlicher Empfindungen, um traumatische Stressreaktionen zu lösen und die natürliche Selbstheilung des Nervensystems zu unterstützen.
Traumata werden nicht nur als psychische, sondern vor allem als körperliche Erfahrungen verstanden. Bei belastenden Ereignissen „friert“ das Nervensystem oft in einem Zustand von Übererregung oder Erstarrung ein. SE zielt darauf ab, diese eingefrorenen Energien durch achtsame Körperwahrnehmung und behutsames Erleben zu entladen und das Nervensystem zu stabilisieren.
Somatic Experiencing wird bei verschiedenen psychischen und körperlichen Beschwerden eingesetzt, darunter:
Somatic Experiencing ist eine wirkungsvolle, körperorientierte Therapieform, die Trauma auf einer tiefen, körperlichen Ebene anspricht. Durch die bewusste Wahrnehmung und Regulierung von Körperempfindungen unterstützt sie die natürliche Fähigkeit des Nervensystems zur Heilung und trägt zu mehr Lebensqualität und innerer Balance bei.
Setze oder lege dich bequem hin. Richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper und nimm wahr, wo du gerade Spannung, Wärme, Kälte oder andere Empfindungen spürst. Versuche, diese Empfindungen ohne Bewertung einfach zu beobachten. Diese Übung hilft, den Kontakt zum Körper zu stärken und erste Signale wahrzunehmen.
Erinnere dich an eine Situation, die leichte Anspannung oder Unruhe auslöst, ohne dass sie überwältigend ist. Wechsle dann bewusst zu einem angenehmen, sicheren Gefühl, zum Beispiel der Wärme deiner Hände oder dem ruhigen Atem. Dieses Hin- und Herbewegen („Pendeln“) unterstützt das Nervensystem dabei, sich zu regulieren.
Wenn du beim Wahrnehmen deines Körpers eine Spannung entdeckst, die sich lösen möchte, erlaube dir kleine Bewegungen, wie ein leichtes Zucken der Schulter oder ein tiefes Ausatmen. Diese Entladung von Energie ist ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses.
Anna, 34 Jahre: Nach einem Autounfall litt Anna unter Panikattacken. Durch Somatic Experiencing lernte sie, ihre körperlichen Reaktionen frühzeitig zu erkennen und mit den Pendelübungen ihre Angst zu reduzieren. Heute fühlt sie sich deutlich stabiler und selbstbewusster.
Markus, 45 Jahre: Markus hatte jahrelang chronische Rückenschmerzen, die keine klare körperliche Ursache hatten. In der Therapie entdeckte er, dass die Schmerzen mit unverarbeiteten Stressreaktionen zusammenhingen. Durch die körperorientierte Arbeit konnte er Spannungen lösen und seine Schmerzen lindern.
Lisa, 28 Jahre: Nach traumatischen Erfahrungen in der Kindheit half ihr Somatic Experiencing, ohne belastende Erinnerungen direkt zu durchleben, ihre innere Balance wiederzufinden. Die sanfte Methode gab ihr das Gefühl von Sicherheit und Kontrolle.
Somatic Experiencing bietet einen sanften, körperzentrierten Weg, um Traumata zu verarbeiten und das Nervensystem zu stärken. Die Kombination aus achtsamer Wahrnehmung, Bewegung und Ressourcenarbeit macht diese Methode besonders wirkungsvoll und zugänglich.
Diese Technik fokussiert darauf, innere und äußere Ressourcen zu aktivieren, die Sicherheit und Stabilität fördern. Das können angenehme Erinnerungen, unterstützende Menschen oder beruhigende Körperempfindungen sein. Ressourcenarbeit hilft, das Nervensystem zu stärken und schwierige Gefühle besser zu tragen.
Titrieren bedeutet, belastende Erfahrungen in kleinen, gut handhabbaren Portionen zu bearbeiten. Anstatt das Trauma vollständig zu durchleben, wird die Verarbeitung schrittweise und kontrolliert angegangen, um Überwältigung zu vermeiden.
Tracking bezeichnet das bewusste Wahrnehmen und Verfolgen von körperlichen Empfindungen während der Sitzung. Diese Technik unterstützt Klient*innen darin, feine Veränderungen im Körper zu erkennen und darauf zu reagieren.
In der Arbeit mit traumatisierten Menschen ist es wichtig, klare Grenzen zu setzen – sowohl körperlich als auch emotional. Somatic Experiencing lehrt, diese Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren, um Sicherheit zu gewährleisten.
Die Ausbildung zum Somatic Experiencing Practitioner (SEP) ist eine fundierte Weiterbildung, die sich an Therapeuten, Berater und andere Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialbereich richtet. Sie umfasst in der Regel mehrere Module über 2 bis 3 Jahre und beinhaltet:
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer*innen die Zertifizierung als Somatic Experiencing Practitioner, die weltweit anerkannt ist.
Somatic Experiencing kombiniert fundiertes Wissen mit praktischen Techniken, um Menschen sicher und wirkungsvoll bei der Traumaverarbeitung zu begleiten. Die Ausbildung stellt sicher, dass Praktizierende kompetent und verantwortungsvoll arbeiten.
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