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Die Wissenschaft der Seele - Drphil Gabriele Maria Sigg - Artikel 2022 Artikel

Die Wissenschaft der Seele

 

Wissenschaft wird heutzutage fast ausschließlich mit Naturwissenschaft gleichgesetzt. Dem war nicht immer so. Vielmehr ist es ein relativ junges Phänomen, das die Naturwissenschaft mit der sogenannten Aufklärung im 18. Jahrhundert ihren Siegeszug erreichte.

 

Wenn wir heute über Wissenschaft reden, meinen wir meist nur noch das Messen, Zerlegen, Belegen, Sezieren von Gegenständen, die wir als außerhalb unserer Selbst begreifen. Die Welt über die materiellen Sinne zu begreifen und zu messen, ist ein relativ neues Phänomen.

 

 

Die Wissenschaft bei Plato: Geistes- und Naturwissenschaft

In Platos Wissenschaftsverständnis war der Versuch mit den materiellen Sinnen die Welt zu erkennen die Erkenntnisstufe der Höhlenbewohner, all jener Menschen, die das Licht der Erkenntnis (im Osten: Erleuchtung) noch nicht sehen konnten.

Die materiellen Sinne sind dementsprechend verblendbar und nicht geeignet das Wesen der Dinge zu erkennen. Mithilfe von geistigen und körperlichen Übungen versuchte man schon in der Antike das bloß körperliche Bewusstsein zu transzendieren. Leider ist die Übungslinie abgebrochen und wir importieren meditative Praxen, Yoga, Tai-Chi etc. aus dem Osten, wo dieses Wissen über die Jahrhunderte weitergegeben wurde.

Der Intellekt, den unsere Kultur heute sehr huldigt und als letztes Erkenntnisziel preist, war bei Plato zwar eine Erkenntnisstufe, die über der Sinneswahrnehmung (altgr. doxa) stand, aber letztlich nur eine Zwischenstufe zum Geistigen SEHEN (altgr. nous) war. Diese klassischen Erleuchtungslinien zu verstehen sind heute nicht mehr Teil der akademischen Wissenschaft, die sich zwischen Intellekt und Materie die Köpfe einzuschlagen sucht, den Weg zum Licht der Erkenntnis dadurch aber nicht erreichen wird.

Plato wäre wohl kein Gegner der Naturwissenschaft gewesen, jedoch hatten in seiner Wissenschaft die materiellen Erkenntniswege ihre Einbettung in den geistig-seelischen Gesamtzusammenhang des Lebens, sodass eine Entartung und Fehlleitung, wie wir sie in der aktuellen Pandemielage sehen, nicht stattfinden hätte können.

 

Yin & Yang: Weibliches & Männliches Prinzip

In den berühmten Dialogen von Plato und Sokrates taucht eine Figur auf, die bisher noch wenig bekannt ist – wie viele Frauen, die die Geschichtsbücher vergessen haben: Diotima von Matinea, eine griechische Seherin und Prophetin der Liebe.

Das weibliche Wissen und der Zugang zu Wissen war von Plato nicht direkt behandelt, jedoch ist er in seiner Wissenschaft der Seele angelegt. Auch im Dialog mit Sokrates sprechen beide sehr wertschätzend über Diotima und ihr Wissen, welches dem großen Sokrates nicht zugänglich war. Man kann sogar die These aufstellen, dass sein berühmter Satz: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, sich auf seine Zusammenkunft mit der Seherin Diotima bezog und vielleicht auch meinte: „Ich sehe, dass ich nicht sehe.“

Im Gegensatz zur rationalisierten und aufgeklärten Kultur des Westens, wussten diese beiden sehr weisen Herren denn auch, was sie nicht wussten und hatten Wertschätzung für das Weibliche Wissen und den weiblichen Zugang zu Wissen.

Das fühlende Prinzip der Seele erschließt sich über Intuition und einer hohen fühlenden Kompetenz, die sich auch in östlichen Kulturen verstärkt wiederfinden.

 

Das kulturelle Orchester der Welt – Friede sei auf Erden

In meinen jahrelangen Forschungen im Orient bin ich immer wieder auf diese Gefühls- und Seelenintelligenz gestoßen, die vom Westen und vor allem in akademischen Kreisen so belächelt wird. Sie schlägt sich in einem ausgeprägten Sozialverständnis nieder und schätzt Fürsorge höher ein als Durchsetzungsvermögen. Der Erfolg im Familienleben ist wichtiger als der Beruf, Preise passen sich den finanziellen Umständen der Menschen an und sind nicht immer fixiert. – Viele Werte, die mit der westlichen kulturellen Brille betrachtet keinen Wert haben – wie auch die Arbeit der Pflegekraft gerne ausgebeutet und wenig wertgeschätzt wird.

 

Viele kulturelle Missverständnisse beruhen denn auf verschiedenen Wertungen, die vom männlichen oder weiblichen Prinzip vorgenommen werden. Zudem ist das männliche Prinzip – wie bei Plato angesprochen – heute degradiert. Wäre es in seiner höchsten Ausprägung des Geistigen SEHENS (nous) wie bei Plato, könnte es auch die Fähigkeiten des SEHENS der Seele und des weiblich-fühlenden Prinzips erkennen. Dieser Quantensprung des Bewusstseins wäre ein wahrer Segen für das Verständnis zwischen den Kulturen, der Versöhnung unter den Geschlechtern und dem Frieden in der Welt. In den Dienst dieser Verständigung stellt sich die Göttliche Wissenschaft (Divine Science).

 

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu (Sanskrit-Mantra)
„Mögen ALLE Lebewesen freudige Glückseligkeit erfahren.“

 

Autorin: Dr. phil. Gabriele Maria Sigg

Gabriele Sigg ist freiberufliche Autorin, Soul-Coach und Philosophin. Ihre Seelenmission ist, die Seele und damit weibliche Seite wieder in Wissenschaft und Gesellschaft zu integrieren. In ihren Soul-Coachings arbeitet sie mit dem Menschen immer als GANZES Wesen (mental, emotional, energetisch und spirituell). Die Gründung der „Göttlichen Wissenschaft – Divine Science“ ist ihr Herzensprojekt für das sie sich weitere Unterstützung wünscht. Eine Wissenschaft, die wieder der geistig-seelischen Entwicklung des Menschen dient und das kulturelle Leben auf Erden erblühen lässt.

 

Weitere Informationen: www.gabrielesigg.de

Email: kontakt@gabrielesigg.de

Ihre Arbeit kann hier unterstützt werden: www.paypal.me/divinescience

 

 

Literaturhinweise:

Plato: Der Staat. Über das Gerechte. (Liniengleichnis, 6. Kapitel) (mehrere Ausgaben)

Diotima-Rede in Plato, Symposium 201d-212c. Online abrufbar: www.gottwein.de/Grie/plat/symp201d.php





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