Was sind Kraftplätze und wo findet man diese?

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Was sind Kraftplätze und wo findet man diese Artikel

KRAFTPLÄTZE und KRAFTPLATZWANDERN:

Ein Thema, das immer mehr Menschen interessiert, fasziniert und berührt. In Zeiten von Virenangst, Hyperaktivität, Überlastung durch Umweltgifte und Elektrosmog, Depression und Burnout ein wichtiger Stützpfeiler. Waldbaden und Naturrituale helfen Menschen in ihrer "Not".
Die erfahrene Yogini und "gute Hexe vom Untersberg" Walpurgis Schwarzlmüller teilt einen Beitrag darüber aus ihrem im Entstehen begriffenen Buch "Kraftplatz Wanderungen am Untersberg und anderswo":

 



Was ist nun eigentlich ein „Kraftplatz“…?

Ich unterscheide zwischen den persönlichen und offiziellen Kraftplätzen. Erstere habe ich selber als solche für mich entdeckt und letztere werden von einer offiziellen Stelle wie Gemeindeamt, Touristenbüro, Forstamt oder Googlemaps als solche, oft mit spezifischem Namen versehen, bezeichnet. 

Die Irlmaier Madonna am bayerischen Ausläufer des Untersberges ist so ein Beispiel. Auf ihre spezielle Geschichte gehe ich später noch näher darauf ein.
Jeder Ort, der einem Kraft und Energie spendet, ist im Grunde genommen ein Kraftplatz. Das kann also sowohl in der Natur wie auch in einem geschlossenen Raum oder einfach zuhause sein. Es gibt auch Stellen am menschlichen Körper, die Kraftplätze darstellen. Energiezentren oder Chakren sind inzwischen kein fernöstliches Fremdwort mehr.
Geomantisch betrachtet: Dort wo sich Energielinien (Leylines) kreuzen, wird Energie ganz einfach potenziert und als verdichtete Kraft erfahrbar. Der Untersberg an sich ist ein einzigartiger Kraftplatz, kreuzen sich doch in ihm (genauer gesagt in der Mittagsscharte) 12 Leylines, die sich durch ganz Europa - und in letzter Konsequenz durch das gesamte Universum - ziehen. Denn Energie ist wie gesagt unzerstörbar, lässt sich auch nicht so leicht stoppen, vielmehr gezielt bündeln und transformieren.
Energie folgt der Aufmerksamkeit - ein bekannter Spruch in spirituellen Kreisen. Worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, das wächst an. Daher macht es Sinn, sich nicht ständig von negativen Nachrichten und Vorkommnissen überwältigen zu lassen, sondern sich dafür zu entscheiden, Gutes bzw. Konstruktives in allem zu erkennen. Das heisst noch lange nicht, mit Scheuklappen durch die Welt zu laufen sondern sich in Wertschätzung und Dankbarkeit zu üben für alles, was ist und auch wie es ist.

Es gibt ein altes vedisches Gleichnis:
Ein Meister ging mit seinen Schülern spazieren. Am Wegrand lag ein toter, halb verwester Hund. Einige Schüler rümpften die Nase und waren entsetzt über den hässlichen Anblick. Der Meister aber rief voll inbrünstiger Freude:
„Seht, welch glänzend weisse Zähne dieser Hund hat!“ …


Ich kann nur jeden ermutigen, seinen persönlichen Kraftplatz zu finden. Vielleicht hast du ja schon einen oder mehrere, mach dich auf die Suche und bewege dich aus der gewohnten Komfortzone heraus.

 

Wozu Kraftplatzwanderungen?
Wozu überhaupt Leben? Wir erinnern uns: Zweck und Absicht der gesamten Schöpfung sind die Ausdehnung von Glück. Zu einem Leben im Gleichgewicht benötigen wir Kraftgewinnung und Reinigung. Je nach individueller Konstitution in einer etwas anderen Dosis.
Also machen wir die Kraftplatzwanderungen in erster Linie zur Glückserweiterung und Wissensbefriedigung (was ja auch wieder ein Glücksgefühl vermittelt).
Kraftplatzwanderungen als Gesundheitswanderungen, um sich im Körper fit und entspannt zu fühlen.
Kraftplatzwanderungen als Seelenwanderung, um die Seele baumeln zu lassen und vielleicht in sich selbst etwas zu „heilen“; gestärkt durch das Naturerlebnis an sich, durch Rituale, Klänge und Gesang, durch das Verbinden mit den Naturwesen, den Geschwistern unserer empfindsamen Seele.
Kraftplatzwanderungen als Energieschub und Inspiration für den Geist. Klareres Denken bringt auch ein effektiveres Handeln und das wiederum ein erfüllteres Leben mit sich.


Wer kann sie machen?
Jeder der denken kann, kann meditieren. Jeder der gehen kann, kann auch still stehen. Jeder der sich fortbewegen kann, kann meditativ wandern; auch Kleinkinder, ältere oder behinderte bzw. geistig oder körperlich eingeschränkte Menschen (in einem gewissen Ausmaß). Im Grunde genommen kannst du auch im Geist, in deiner Vorstellung meditativ wandern.
Vielleicht kennst du die Erfahrung, dass bei einer intensiven Erinnerung an ein bestimmtes Erlebnis plötzlich Sinneseindrücke auftreten, die aktuell gar nicht wirklich vorhanden sind. Zum Beispiel meint man beim Anblick eines wunderschönen Bergfotos, die frische Luft einzuatmen oder selbst da oben zu sein; ein erhebendes Gefühl, ganz ohne Anstrengung. Damit möchte ich auch eingeschränkte Menschen mit Körperverletzungen oder kranke, bettlägrige Leute dazu ermuntern, in ihrer Vorstellung sich ganz bewusst durch Natur zu bewegen und sich an Kraftplätze zu begeben. Hab Mut und vertraue deiner Intuition und Vorstellungskraft. 

Was ist meditatives Wandern und was bewirkt es?
Meditatives Gehen ist bewusste, achtsame Fortbewegung. Dadurch wird das Gehen befriedigender, weil der Geist sich (mit etwas Übung) beruhigt. Jede/r kennt dieses Rad im Kopf, welches sich ständig dreht und dreht (und dreht und dreht….). Anscheinend ein Perpetuum Mobile. Die Frage stellt sich hier, wieweit springst du auf auf diesen unendlichen Zug der rasenden Gedanken und lässt dich vielleicht von den vermeintlich dazu gehörenden Bildern und Emotionen fortschwemmen. Die Wahrheit darüber wird in den alten Veden erklärt: Der Geist ist so abstrakt und hat keine Existenzgrundlage auf dieser abstrakten Ebene, sodass er sich ständig „Aufhänger“ sucht, um seine Existenz zu rechtfertigen. Wenn wir ihm diese Grundlage durch Loslassen, Nicht-Identifikation und Nicht-Verhaftung entziehen, dann löst sich alles auf, auch der Geist. Eine der angenehmsten, erfüllendsten und feinsten Erfahrungen im menschlichen Nervensystem. Aber mach das mal den diversen Wichtigtuern, Instanzen wie Intellekt und Ego klar…
Letztendlich gilt die buddhistische Weisheit: „Nicht das Tun sondern das Loslassen Können zeugt von Weisheit.“

Probier mal folgende Übung bei deinem nächsten Spaziergang in freier Natur:
Gehe mit deiner Aufmerksamkeit zuerst zur Atmung. Ein- und Ausatmen sind die einfachste Form von Leben und sollten sich normalerweise im Gleichgewicht befinden. Bei jeglicher Entgleisung - ob emotional, geistig oder körperlich - tendieren wir dazu, die Atmung anzuhalten oder ganz zu vergessen. Dabei ist es das erste, was weiter fliessen und ins Gleichgewicht kommen muss, sofern wir in Balance oder überhaupt weiter leben wollen.
Nimm jeden Schritt ganz bewusst wahr, das Abrollen von Ferse zu den Zehen oder auch umgekehrt. (Ein französischer Arzt propagiert übrigens das Abrollen von den Zehen zur Ferse, da dies den Gelenken weniger schadet.) Nimm die Vorgänge in deinem Körper wahr und strecke dann deine Fühler aus, um mit allen Sinnen die Phänomene in deiner Umgebung zu erspüren. Höre mit Elefantenohren, schaue mit Kinderaugen, spüre das kleine Lüftchen auf der Haut und hole tief Luft durch die Nase. Aber auch der Geschmack in deiner Mundhöhle beeinflusst die (ganzheitliche) Wahrnehmung. Gehe offenen Herzens durch die Natur und dann durch deinen Tag.

Der Unterberg in Salzburg ist ein starker Kraftplatz