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Versöhnen leicht gemacht Artikel

VERSÖHNEN ist eine Einladung an unsere Menschlichkeit.

Wir sind in diesen Tagen eingeladen, uns unsere Menschlichkeit bewusster zu machen, was ja nichts anderes bedeutet, als uns einzugestehen, dass wir im Fühlen, Denken und Handeln nicht perfekt sind. Wir nicht, niemand. Jeder hat so seine Eigenschaften, seine Ecken und Kanten, seine Schwächen und Stärken, seine Launen. Wir vertreten unterschiedliche Ansichten und tragen vielerlei seelische Verletzungen und Ängste mit uns herum. Wir sind, jeder für sich, einzigartig. Einzigartig wunderbar und einzigartig unperfekt. Eben zutiefst menschlich. Und als der Mensch, der wir sind, egal wie wir sind, wollen wir respektiert und anerkannt werden. Allein diese Sehnsucht vereint uns. Sie versöhnt uns! 

 


Versöhnung trägt daher die Bedeutung sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist und auch andere so zu akzeptieren, wie sie sind. Egal wie sie sind!

Manchmal ist das eine Herausforderung. Besonders dann, wenn das Gegenüber irgendwie aneckt und mit seinen Umgangsformen nicht unbedingt zum fröhlichen Knuddeln einlädt. Doch denkst du, dass sich jemand freiwillig so benimmt? Dass sich jemand gerne als Ekelpaket präsentiert?  Schlechte Stimmung verbreitet und rumnörgelt? Kannst DU deine Stimmung immer unter Kontrolle halten?

Versöhnen fällt uns leichter, wenn wir bereit sind zu verstehen, dass niemand ganz freiwillig so ist, wie er ist. Wir folgen alle unserer Geschichte. Wir folgen den Erfahrungen und Prägungen der Kindheit, die unsere Persönlichkeit geformt haben.

Diese Geschichte zeichnet dafür verantwortlich, wie wir die Welt im Rahmen unserer Überzeugungen sehen und uns in ihr bewegen. Sie bestimmt maßgeblich deine Glaubens- und Verhaltensmuster, deine Sicht der Welt. Sie bildet die Grundlage für deine Wahrheiten und deiner Bewertungen. Zusammengefasst bestimmt die Dramaturgie deiner Geschichte den Rahmen deiner Möglichkeiten. Und manchmal ist es dir eben nur möglich unausstehlich zu sein.

Ein Ekelpaket ist also nicht freiwillig ein Schlimmer. Unbewusst, eben auf Grund seiner Prägungen, lebt er die Überzeugung, sich nur so und nicht anders behaupten zu können. Und je offensichtlicher er abgelehnt wird, desto mehr fühlt er sich in seiner Art bestätigt. Das mag seltsam klingen, doch es ist so. Ablehnung bewirkt Verteidigung. Und was verteidigen wir? Die eigene Überzeugung.

Die wirksamste Möglichkeit einem Ekelpaket zu widerstehen ist daher die, ihn zu mögen! Logisch. Oder? Ihn zumindest nicht zu verurteilen. Das scheint mehr als eine große Herausforderung zu sein? Ja und nein. Ja, wenn du selbst in die Verteidigung gehst. Und nein, wenn du sein Benehmen nicht persönlich nimmst. Auch wenn es vermeintlich gegen dich gerichtet ist. Du weißt jetzt, dass er nicht anders kann. Und weißt du was, jedes Herumekeln ist in Wahrheit ein versteckter Hilferuf.

 

„Hilfe, ich will geliebt werden!“

Worum dreht sich denn unser tägliches Treiben? Was ist der tiefere Sinn dahinter? Glaub mir, es dreht sich alles um die Liebe. Von Anfang an. Egal was wir tun, diese Sehnsucht ist immer dabei. Wir wollen die Liebe unserer Eltern, der Geschwister, die Zuneigung der Kindergartentante, der Lehrer in der Schule, unserer Freunde, erst recht die Liebe unseres Partners, die Anerkennung im Beruf und im gesellschaftlichen Umfeld. Wir suchen immer nach Liebe. Auch wenn man das nach außen hin verbirgt, es ändert nichts an der Tatsache.

 

Diese Sehnsucht, dieser tiefere Sinn entsteht, weil wir alle mit einem Mangel an Liebe heranwachsen. Keine Eltern der Welt können einem Kind genügend Liebe geben. Auch wenn sie sich noch so bemühen! Und sie bemühen sich alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

 

Alle Eltern der Welt sind daher die besten Eltern der Welt.

Sie können keine anderen Eltern sein als die, die sie sind. Menschlich! Nicht perfekt und das mit voller Hingabe! Auch sie waren Kinder und wurden geprägt von Eltern, die nicht vollkommen waren und jetzt geben sie ihre Überzeugungen weiter. Auch sie folgen der Dramaturgie ihrer Geschichte. Ja, stimmt, manchmal überfordern sie uns mit ihren Erwartungen. Hin und wieder würden wir sie gerne auf den Mond verbannen. Sie uns übrigens auch. So lange wir es nicht wirklich tun, ist der Gedanke erlaubt, um dem inneren Stress Luft zu gönnen. Die erlösende Einsicht, die wir zulassen sollten, ist die, dass unsere Eltern uns wirklich lieben, wie es ihrem Herzen möglich ist. Selbst wenn diese Liebe manchmal schmerzt.

 

Versöhnen ist himmlisch. Versöhnen hilft uns, aufeinander zuzugehen. Sie lenkt unsere Aufmerksamkeit mehr auf das, was uns verbindet und überwindet, was uns trennt. Versöhnen stellt auch völlig berechtigt unsere Schuldzuweisungen in Frage. Ganz davon abgesehen, dass wir gerne dort Schuld zuweisen, wo wir das Problem selbst nicht in den Griff bekommen. Besonders Eltern sind in dieser Hinsicht ein gerne benutztes Opfer. Was haben sie nicht alles falsch gemacht in unserer Erziehung! Aber wenn sie aus ihrer Geschichte heraus alles gegeben haben, was möglich war: Sind sie dann ernsthaft schuldig? Ich plädiere für Freispruch! Ebenso wie wir, ihre Kinder, frei von Schuld sind. Wir sind nicht schuld daran, dass sie gestritten haben, sich getrennt haben. Wir sind nicht schuld daran, dass wir ihren Ansprüchen nicht genügen konnten, dass wir vielleicht nicht so geworden sind, wie sie es sich erhofften. Wir alle sind, so betrachtet, frei von Schuld! Wir haben und geben alle unser Bestes. Es ist sehr befreiend, zu sich selbst zu sagen:

 

„Ich bin frei von Schuld! Meine Eltern sind frei von Schuld. Wir sind frei von Schuld!“

Gerade was unsere Mütter betrifft, gibt es eine Gesetzmäßigkeit mit ewiger Gültigkeit. Diese Beziehung lässt sich nicht trennen. Selbst wenn du in den entferntesten Winkel unserer Galaxie auswanderst und jahrelang keinen Kontakt pflegst, diese Gesetzmäßigkeit wirkt. Sie wirkt wie folgt: So wie du über deine Mutter denkst, so kommt diese Einstellung zu dir zurück und du setzt sie in deinem Leben um. Vor allem Töchter bieten sich als klassische Beweisführung an. Je vehementer sie sich bemühen, nur ja nicht so zu werden wie ihre Mutter, desto ähnlicher werden sie. Das, was sie ablehnen, verwirklicht sich.

Wir können die Beziehung zu unseren Müttern nur versöhnen. Das ist der Sinn dieser Gesetzmäßigkeit. Erst wenn wir das Leben unserer Mutter wertfrei anerkennen, sind wir bereit, für unser eigenes Leben die volle Verantwortung zu übernehmen, mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Dann wächst die Versöhnung auf allen Ebenen. Mit den Eltern, den Geschwistern, mit uns selbst, mit unseren Partnern und Kindern und nicht zuletzt mit unseren Mitmenschen.

 

Dann ist auch für dich immer und überall Weihnachten! Deshalb liebe ich das Fest der Feste.

Und wie heißt es so treffend:

 

Egal, wer du bist und wie du bist, es gibt immer jemanden, der sich nach jemandem sehnt, der genau so ist, wie du es bist!



LEO

Dieser Text wurde von unserem Lebe Bewusst Partner Leo Zillinger zur Verfügung gestellt

weitere Infos auf der www.lebe-bewusst.at/Therapeuten/Bewusstseinsarbeit/Leopold-Zillinger/104618 
oder direkt auf der Webseite schutzengelgmuh.com 





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