Heilsame Begegnungen und Familientrauer

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Heilsame Trauerarbeit

Wenn sich in unserem Leben Tiefgreifendes ereignet, wie z.B. eine schwere Krankheit, der Verlust eines geliebten Menschen, schmerzhafte Trennungen oder der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes, kommen wir an unsere persönlichen Grenzen

Dieser eine Moment, an dem die Hiobsbotschaft in unsere Realität eindringt, wie ein Schlag mit voller Wucht, die Erde öffnet sich zu einem großen Krater und der Fall ins Bodenlose ist nicht aufzuhalten. Es nimmt uns die Luft zum Atmen, es schnürt uns die Kehle zu, es zerreißt das Herz, es lässt uns erstarren wie zu einer Salzsäule.

Aus Sicht der Seele bedeutet das, dass sie sich nicht mehr sicher fühlt, nicht mehr getragen, nicht gesehen oder gar nicht mehr wahrgenommen fühlt. Ein Teil von uns verlässt unseren Körper. Lebenskraft geht verloren. Diese Erfahrung bedroht unser Sein, unser Leben. Ein anderer Teil von uns überlebt, funktioniert, ist hier. Aber wir wissen genau, dass etwas abhanden gekommen ist – ein Seelenteil. Unsere Seele ist zu tiefst erschüttert und sucht sich instinktiv einen anderen Platz, damit Überleben möglich ist.

Und es bedeutet unermesslichen Schmerz, Angst und Trauer. Betroffenen sagen lange Zeit später, wenn sie wieder zurückgekehrt sind – „ich dachte ich muss sterben und konnte es nicht aufhalten dieses Gefühl und dann war ich an diesem Nullpunkt, dort wo du dein Sein übergibst.“

Nicht alle können diese Trauerarbeit bis zu Ende führen. Viele überleben irgendwie. Viele zerbrechen angesichts des Schmerzes, viele kämpfen bis an ihr Lebensende mit dem Leid. Trauer und Schmerz enden nicht, quälende Bilder und Fragen tauchen immer wieder auf, oder um zu überleben, ist es erforderlich, einfach weiterzumachen – auch wenn ein großer Teil der Lebenskraft und Freude abhanden gekommen sind.

Familientrauer

Genauso wie Fähigkeiten und Talente über Generationen im Familienverbund weitergegeben werden, wirkt auch Trauer und Schmerz über mehrere Generationen, vor allem dann, wenn die Trauer unterbrochen wurde. Besonders bei kollektiven Traumatas wie Krieg reicht ein Leben, eine Generation nicht aus um, das Schicksal „heilsam“ zu betrauert. Der Schmerz und das Leid sind zu groß.

Möglicherweise reicht es, um zu überleben, dank der Überlebensmuster und –fähigkeiten, die das Wunder Mensch entwickelt hat. Die Quellen der Kraft sind dabei vielfältig, irdisch und spirituell. Die Gnade der Mitmenschen, die eigene Quelle des Lebens, die ungebrochen geblieben ist, der Glaube an eine höhere Kraft, das Göttliche im Leben zu erkennen.

Dennoch bleibt ein Teil Unbewältigtes, Verdrängtes. Schmerz wird auf eine Art „konserviert“ und findet nur auf einer anderen Ebene und in einer anderen Form statt.

Bei Erschütterungen und schweren Schicksalen von Ahnen bleiben Scham, Wut, Trauer und Schuld als Gefühle und Last im Familiensystem. Sie bahnen sich den Weg zu anderen Familienmitgliedern, unbewusst, leise, heftig – ohne den direkten Zusammenhang erkennbar zu machen. Diese unerklärbaren Gefühle werden dann von anderen getragen und wirken in unser Leben hinein.

Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob die Ereignisse schon sehr lange zurückliegen und uns die genauen Umstände bekannt sind. Wir haben ein inneres Fühlen und Wissen dazu und es scheint, als ob ein Teil von uns nicht am Leben teilnimmt, möglicherweise schon ganz lange Zeit.

Dabei handelt es sich um Verstrickungen mit dem eigenen Familienverbund, der Herkunftsfamilie oder dem Ahnensystem.

Die Gesichter der unbewältigten Trauer

Es spielt keine Rolle, ob das Trauma durch persönliche Erfahrungen oder in vorangegangener Generation stattgefunden hat. Das Unbewältigte bahnt sich einen Weg und hat ganz viele Gesichter.

Zum einen kann es sein, dass man dadurch Überlebensmuster entwickelt, die uns tatsächlich neue Kraftquellen im Leben sind und ganze Wertesysteme zum Guten verändern. Denken wir, welch kollektive Friedensbewegungen von Ländern ausgegangen sind, die erkannt haben, welches Leid von ihren Taten ausgelöst wurden. Oder denken wir an den unerwarteten Verlust eines geliebten Menschen, was dazu geführt hat, dass wir unser Leben, unser Dasein in einem neuen Licht sehen konnten und andere Wesentlichkeiten und Wichtigkeiten unser Leben bestimmt haben.

Zum anderen kann es auch dazu führen, dass wir in der Trauer stecken bleiben. Oft hat dies selbstzerstörende Auswirkungen, wie Suchtverhalten, Drogenabhängigkeiten, Gefühle wie Scham, Schuld, Zorn, Wut, ohne genau definieren zu können, wo das herkommt. Depressionen, Burnout, Workaholic, Einsamkeit, Fühllosigkeit sind nur einige Folgen daraus.

Und die beziehungszerstörenden Auswirkungen sind unvermeidliche Folgen aus der nicht verarbeiteten Trauer. Wir geben das unseren Kindern, Partnern, Mitmenschen – unbewusst weiter. Je enger die Bindung ist, umso größer sind die Nähe und die Bereitschaft, das zu tragen.

Mutter-Vater-Kind, Herkunftsfamilie, angeheiratete Familie, Ehepartner, Freunde, soziales Bildungsumfeld, wie Schulen, Arbeitsplatz – es gibt viele Systeme, die für jeden von uns Bindung

bedeutet. Und überall bringen wir uns ein, mit unseren Fähigkeiten und Talenten – und mit den Schicksalen unseres Lebens und unserer Herkunft.

Heilsame Begegnungen brauchen heilsame Räume

Systemische Rituale® sind Wege, die heilsame Begegnungen ermöglichen – die Begegnung mit sich selbst, mit dem Ahnenfeld, dem eigenen Herkunfts-und Familiensystem. Heilsame Begegnungen bedeuten oft, Trauerarbeit zu vollenden, um an die Quellen der Kraft, die durch Schicksale unterbrochen wurden, wieder anzuschließen.

Systemische Rituale wirken auf der Seelenebene heilsam, schaffen Übergänge und verbinden uns wieder mit unseren Ressourcen und unserer Lebenskraft. Sie ermöglichen unserer Seele wieder zu uns heimzukehren, in unseren Körper, in unsere Gemeinschaft. Sie kommt wieder zu uns und nehmen den kraftvollen Platz im Leben wieder ein.

Ein Artikel von Betr.oec. Christa Sprenger und Mag. Hildegard Ehgartner

Betr.oec. Christa Sprenger und Mag. Hildegard Ehgartner

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